Dem Kuss auf der Spur – warum Küssen so schön ist

Dem Kuss auf der Spur – warum Küssen so schön ist

Wir Menschen sind die einzigen Lebewesen, die sich ausgiebig küssen. Warum wir das tun, weiß man bisher nicht genau. Bisher gibt es nur Theorien darüber, warum gerade das Küssen die Paarbindung beeinflussen soll. Doch nun wollen es Forscher des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung genauer wissen. Sie haben verliebte Paare beim Küssen beobachtet und ihre Hirnwellen gemessen: zuerst beim verliebten Küssen. Und dann – um Vergleiche ziehen zu können – bei gleichzeitigem Küssen und Kopfrechnen. Zu guter Letzt auch noch, während die Probanden nur ihre eigene Hand küssten.

Beim Küssen laufen die Gehirnwellen synchron

Für die Berliner Wissenschaftler gab es eine riesige Überraschung: Viel stärker als vermutet, gleichen sich die Hirnwellen der Küssenden untereinander an. Sie verkoppeln sich – als wären beide Gehirne miteinander verbunden und bildeten ein einziges gemeinsames Netzwerk. Und noch ein Ergebnis ist bemerkenswert: Alle Probanden sollten nach dem Experiment angeben, wie gut die Küsse für sie waren. Dabei zeigte sich: "Je stärker die Kopplung zwischen den Gehirnen ist, umso zufriedener sind die küssenden Probanden.", so Doktor Viktor Müller vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Die Kuss-Qualität hing also davon ab, wie stark das Netzwerk zwischen ihren Gehirnen war.

Filmautor: Mike Schaefer

Stand: 05.04.2016, 12:00