Soester Börde: reicher Boden - arme Arten

Soester Börde: reicher Boden - arme Arten

Im Mittelalter war die Kleinstadt Soest eine reiche Hansestadt. Der besonders gute und fruchtbare Boden der Region trug mit dazu bei. Er ist ideale Grundlage für eine intensive landwirtschaftliche Nutzung. Die Geschichte dieses Bodens geht zurück auf die Eiszeit. Vom Fuße der Gletscher im Norden wehten starke Winde Lössanteile bis zu den Mittelgebirgen, wo sie die wertvolle Börde bildeten.

Reicher Boden – Arme Arten

Die intensive landwirtschaftliche Nutzung und ihre auf Effektivität getrimmte Flächenbewirtschaftung hat einen Nachteil: Sie raubt vielen Insekten- und Vogelarten die Lebensgrundlage. Vor allem Rückzugsräume und Brutplätze fehlen den heimischen Arten. Die Folge ist sichtbar: Bereits heute sind von den 20 heimischen Vogelarten 15 gefährdet.

Ein Landwirt motiviert zum Umdenken

Der Landwirt Dirk Schulze-Gabrechten schlägt jetzt einen anderen Weg ein. Mit der Unterstützung des Biologen der örtlichen biologischen Station, Dr. Ralf Joest, hat er in den letzten Jahren Rückzugsräume, Brut- und Futterflächen für die gefährdeten Vogelarten geschaffen und versucht auch weitere Kollegen in der Soester Börde zum Umdenken zu bewegen.

Filmautor: Matthias Sebening