Wilfried Schmickler - Mahner und Merkel

Wilfried Schmickler - Mahner und Merkel

Moderator Richard Rogler ging, Jürgen Becker kam - und gleichzeitig im Mai 1992 der "Leverkusener Werks-Kabarettist" Wilfried Schmickler. Mit ihm als Mitglied im Kabarett-Ensemble "3Gestirn Köln1" füllten immer wieder grellbunte Performances den Saal, mit ihm als donnerndem Finalisten erhielten alle Sendungen einen krönenden Abschluss: "Aufhören, Herr Becker, aufhören!"

Bald ein Vierteljahrhundert lang mahnt nun schon einer der wortgewaltigsten Kabarettisten im gesamten deutschen Sprachraum in jeder Sendung das Gute, Wahre und Schöne an, kritisiert Wilfried Schmickler nicht nur Herrn Becker, sondern vor allem alles, was jeweils zu kritisieren ist. Wilfried Schmickler durchmisst den Raum und hält "Moralpredigten" im besten Sinne des Wortes.

Wilfried Schmickler in der Kulisse der Mitternachtsspitzen

Das aber ist nur die eine Seite des vielfach preigekrönten Kabarettisten: Er kann auch anders - mit angeklebtem Bart, Minipli-Perücke oder in Strumpfhosen: als Uli oder Thomas aus Deppendorf, als Hipster, als Zwilling von Jürgen Becker in "Spitz & Spitz", als Loki (Loki Schmidt) an der Seite von Smoky (Helmut Schmidt) alias Uwe Lyko und nicht zuletzt in den "überschätzten Paaren der Weltgeschichte" immer wieder als Angela "Mutti" Merkel.

Annähernd vier Mal so lang wie die amtierende Kanzlerin spricht Wilfried Schmickler nun schon zu seinem Volk: in großen Soloprogrammen, als Gastgeber der Hörfunkreihe "Hart an der Grenze" wie auch in zahllosen Gastauftritten bei Funk und Fernsehen. Ungleich härter ist seine Kritik, ungleich ehrlicher sind seine Bekenntnisse, ungleich lustiger ist seine Mimik. Und trotzdem gibt es eine Gemeinsamkeit: Bei aller Wut, manchmal Verzweiflung, leitet doch auch den überzeugten Demokraten Schmickler die Gewissheit "Wir schaffen das!"

Stand: 26.10.2015, 14:46

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