Rezept von Martina Kömpel: Crêpes mit Champignons, Blattspinat und Seitan

Rezept von Martina Kömpel: Crêpes mit Champignons, Blattspinat und Seitan

Von Anja Koenzen

Hauchdünne französische Crêpes sind köstlich. Meisterköchin Martina Kömpel zaubert süße und herzhafte Variationen und verzichtet dabei ganz auf Gluten.

Hauchdünne französische Crêpes sind köstlich – doch sie enthalten aufgrund des verwendeten Mehls Gluten, auf das immer mehr Menschen mit Unverträglichkeiten reagieren. Das Rezept von Meisterköchin Martina Kömpel ist sowohl gluten-, milch- wie auch saccharosefrei. Ihre Crêpes schmecken mindestens so gut, wenn nicht fast noch besser als die der herkömmlichen Rezepte.

Die Geschichte der Crêpes geht weit zurück: Sie stammen aus der Bretagne und sind eine Weiterentwicklung der Galettes. Galettes entstanden aus den Resten einer Buchweizensuppe. Sie wurden auf einem flachen heißen Stein gebacken und mit herzhaften Zutaten wie Käse, Schinken oder Ei belegt. Später wurden die dünnen Eipfannkuchen auch in süßer Variation hergestellt – mit Zucker, Konfitüre oder Nuss-Nougat-Creme. Süß belegt hießen sie dann Crêpes. Eine der bekanntesten Variationen ist die Crêpe Suzette, bei der die Crêpes mit dem Saft frischer Orangen getränkt oder mit Orangenmarmelade bestrichen werden. Zwischen Crêpes und Galettes mit ihren herzhaften Füllungen wird jedoch nur noch in der Bretagne unterschieden – im übrigen Frankreich hat sich der Name der Crêpes durchgesetzt – egal ob herzhaft oder süß belegt.

Rezept Glutenfreie Crêpes mit Blattspinat und Champignons (zusätzlich auch milch- und zuckerfrei)

Zutaten (für 6 Crêpes):

  • 40 g Kastanienmehl
  • 25 g Maisstärke
  • 1 TL Sonnenblumenöl
  • 1 EL Agaven-Sirup
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 200 ml Reismilch (ungesüßt)
  • 1 Teflonpfanne (durch das Teflon lassen sich die Crêpes leichter aus der Pfanne lösen; geht jedoch prinzipiell mit jeder Pfanne)
  • 1 TL Sonnenblumenöl
  • 1 Küchenpapier zum Einfetten der Pfanne

Zubereitung:

Alle Zutaten mit einem Handmixer verrühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Eine mit Teflon beschichtete Pfanne auf mittlere Hitze erwärmen. Mit einem Küchenpapier und einem Teelöffel Öl die Pfanne dünn einfetten.

Crêpes mit Champignons, Blattspinat und Seitan

Ein wenig von dem Teig in die Pfanne geben, sodass der Boden nur dünn bedeckt ist.

Ein wenig von dem Teig in die Pfanne geben, sodass der Boden nur dünn bedeckt ist. Kurz warten, bis sich der Rand lösen lässt. Mit einem Pfannenheber den Crêpe hochnehmen, wenden und weiter garen, bis er nicht mehr feucht, sondern sanft gebräunt und knusprig ist.

Auf einem Kuchengitter beiseite stellen und nacheinander die restlichen fünf Crêpes backen.

Vor dem Anrichten kurz in der beschichteten Pfanne wieder erwärmen.

Tipp:
Crêpes kann man mit dem richtigen Teigrezept grundsätzlich in jeder Pfanne backen – allerdings geht es mit einer Anti-Haft-Beschichtung etwas leichter.

Zutaten für die Füllung (Blattspinat und Champignons):

  • 500 g frischen Blattspinat (gewaschen)
  • 300 g kleine Champignons (geviertelt)
  • 2 Schalotten (klein geschnitten)
  • 1 Knoblauchzehe (klein geschnitten)
  • 20 g Butter
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:
In einer Pfanne mit etwas Butter eine Schalotte anschwitzen, die Champignons zugeben, leicht anbräunen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die zweite Schalotte und den Knoblauch in einer Pfanne oder einem Topf anschwitzen, den Blattspinat zugeben und kurz garen, bis die Blätter zusammengefallen sind. Dann mit Salz und Pfeffer würzen.

Anrichten:
Auf vorgewärmten Teller die Crêpes legen, in die Mitte Blattspinat und Champignons geben, den Crêpe-Rand an vier Seiten leicht einschlagen.

Crêpes mit Champignons, Blattspinat und Seitan

Zum Anrichten die Crêpes mit dem Blattspinat und den Champignons füllen anschließend die Ränder leicht einschlagen.

Tipp:
Wer nicht auf eine glutenfreie Ernährung achten muss oder möchte, kann diese Crêpes mit Seitan-Streifen kombinieren. Der leicht nussige Geschmack passt gut zu dem Kastanienmehl. Hierfür 200 Gramm Seitan in Streifen schneiden und in der Pfanne mit etwas Butter braten. Mit Salz und Pfeffer würzen und auf den eingeschlagenen Crêpe-Rand legen.

Stand: 17.08.2017, 12:03

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