Romantische Flüsse im Herzen Europas: der Neckar

Eine junge Frau fährt mit einem Stecken auf einem Kahn, im Hintergrund die Tübinger Altstadt

Romantische Flüsse im Herzen Europas: der Neckar

Seit Jahrhunderten zieht der Nationalfluss der Baden-Württemberger die Menschen in seinen Bann. Schon Mark Twain war seiner Zeit hingerissen. Für ihn war Deutschland im Sommer sowieso der "Gipfel der Schönheit", aber niemand hätte das höchste Ausmaß dieser sanften und friedvollen Schönheit wirklich wahrgenommen, "der nicht auf einem Floß den Neckar hinab gefahren ist".

Und als Frankreichs Dichterlegende Victor Hugo das erste Mal Heidelberg besuchte, war er hin und weg. Man sollte am besten nicht nur durch Heidelberg fahren, man sollte hier leben, notierte er begeistert.

Die Quelle des Neckars ist eigentlich ein Quellgebiet: Er entspringt auf der Baar in Villingen-Schwenningen zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb. Er legt 367 Kilometer zurück, wird vom "Bächle" zu einem richtigen Fluss, dessen ursprüngliche Wildheit durch mehrere Staustufen gezähmt wurde. Kurz vor der Mündung in den Rhein in Mannheim zeigt er dann noch mal ein ganz anderes Gesicht: Er ist moderner, industrieller.

Auf unserer Reise begegnen wir Verbindungsstudentinnen in Tübingen mit offiziellem Stocherkahn-Diplom; der ältesten Weinlese-Crew in Stuttgart, die mitten in der pulsierenden Hauptstadt der Schwaben auch mit weit über 60 Jahren noch in Steilwandlagen herumkraxelt; und einer jungen Falknerin, die hoch über einer 800 Jahre alten Stauferburg einige Wildvögel wieder in die Freiheit über dem Neckartal entlassen will.

Ein Film von Thomas Radler | Redaktion: Christiane Mausbach

Stand: 15.03.2017, 13:41