Norddalmatien - Küstenparadies Kroatien

Junge Männer in Trachten ziehen mit Kuhhörnern durch eine Straße

Norddalmatien - Küstenparadies Kroatien

Die kroatische Adria gehört zu den noch wenig entdeckten Küstenlandschaften Europas. Auf 1.800 Kilometern reihen sich rund 1.200 Inseln aneinander, von denen nur 67 bewohnt sind. Charakteristisch ist ihre Vielfältigkeit: schroffe Felsriffe und sanfte Olivenhaine, karstige Gebirgszüge und ein äußerst mildes Klima.

Die Hafenstadt Zadar in Norddalmatien ist Ausgangspunkt für Schiffspassagen zu den Kornaten. Die 149 Inseln sind die Gipfel eines versunkenen Gebirges. Sie tragen merkwürdige, teilweise skurrile Namen wie: "Oma", "Opa", aber auch "Große Schlampe" oder "Kleiner Weiberhintern". Der größte Teil des Archipels ist heute Nationalpark, ein Segler-Paradies.

Vor der Insel Krapanj dokumentiert Fotograf Stipe Surac die Arbeit dalmatinischer Schwammtaucher. Krapanj, die kleinste besiedelte Insel Kroatiens, ist seit 300 Jahren Zentrum der Schwammtaucherei. Während der sozialistischen Zeit gab es sogar ein eigenes Tauch-Unternehmen auf der Insel mit 60 Angestellten. Heute arbeitet hier jeder auf eigene Rechnung.

Ante Mihic, ehemals Theologe, Journalist und Kellner, leitet auf der Insel Dugi Otok eine Bibliothek, der er den Zusatz "Gegen die Dummheit" gab. Antes Videogruppe zeichnet ein Konzert sogenannter Eselsmusik auf. Die Instrumentierung besteht aus Kuhhörnern, Rasseln und scheppernden Bügeleisen.

Wie ein Keil durchdringt die Paklenica Schlucht das zum Meer abfallende Velebit-Gebirge. Die Choreografin Marija Szekic probt hier für "Little Tragedy", eine schwindelerregende Performance im Klettergurt an der steilen Wand, mit der sie sich für die Vögel im Naturschutzgebiet einsetzt.

Vorgestellt werden außerdem ein Farmer, der von der Milch seiner Eselinnen wohlhabend und glücklich wurde, die Benediktinerinnen von Zadar, die seit 1.000 Jahren einen Kirchenschatz von unermesslichem Wert bewachen. Und der alte Ciro, der rund 350 Boote in seinem Leben baute, mit Augenmaß und ganz ohne Computer.

Ein Film von Thomas Wartmann | Redaktion: Christiane Mausbach

Stand: 17.07.2017, 11:59