Die Welt der Vulkane

Eine rotleuchtende Fontäne spritzt aus einem Krater

Die Welt der Vulkane

Vulkanausbrüche haben immer wieder zu Katastrophen geführt, die sich tief in das Gedächtnis der Menschheit gebrannt haben. Für Max Moors filmische Reise-Erzählung ist das Museum Lava-Dome in Mendig der Ausgangspunkt, denn die Eifel ist Deutschlands aktivste Vulkanregion.

Die gewaltigste Eruption der jüngeren Erdgeschichte ereignete sich dort vor 13.000 Jahren am Laacher See. Weite Teile Mitteleuropas waren damals durch einen dichten Ascheregen verdunkelt.

Weiter geht es nach Hawaii zum Kilauea, dessen Lavastrom seit 1983 ununterbrochen fließt; nach Pompeji zu Füßen des Vesuv, die äolischen Inseln mit dem Namensgeber aller Vulkane, dem Vulcano, dem Stromboli sowie auf die russische Halbinsel Kamtschatka, ein Eldorado für Vulkanforscher. 168 Vulkane, unzählige Geysire und Schwefelseen markieren hier nur den sichtbarsten Rahmen für ein Phänomen, das Geowissenschaftler als das Herz des "Pacific Ring of Fire" deuten. Erdbeben und Vulkaneruptionen erschüttern die 1200 Kilometer lange Halbinsel im Wochenrhythmus.

Auf Island stoßen die eurasische und die nordamerikanische Erdplatte aufeinander. Noch immer driften Europa und Amerika um etwa zwei Zentimeter pro Jahr auseinander. Max Moor berichtet auch vom Vulkanmassiv Tongariro auf Neuseelands. In den letzten 100 Jahren ereigneten sich hier mehrere größere Eruptionen. Für den Tuwharetoa-Stamm ist der Tongariro ein heiliger Berg. Um zu verhindern, dass er in private Hände fällt, schenkten sie 1887 den Berg der Regierung von Neuseeland - mit der Maßgabe ihn für alle Menschen zu schützen.

Ein Film von Max Moor und Goggo Gensch
Redaktion: Christiane Mausbach

Stand: 16.03.2017, 16:41