Die Büffelfarm aus Bocholt-Barlo

Staffel 11: Zu Gast bei Silvia Mölders

Die Büffelfarm aus Bocholt-Barlo

Der Land und lecker-Bus rollt wieder! Zum ersten Dinner der Saison geht es durchs Münsterland an die niederländische Grenze. In Bocholt-Barlo betreiben Gastgeberin Silvia Mölders und ihr Mann Martin eine Farm. Hier grasen rund 35 Wasserbüffel – eine  der wenigen freilebenden Büffelherden Deutschlands. Damit ist der Büffelhof Kragemann ein echter Exot unter den Höfen der Serie!

Silvia Mölders

Vor über zehn Jahren haben Martin und Silvia die ersten Büffel gekauft und sind immer noch dabei, ihren Betrieb auszubauen. Unterstützt werden sie dabei von ihren vier Kindern. Jonas, der Älteste, will später einmal den Hof übernehmen.

Sensible Tiere und italienische Spezialitäten

Morgens um sieben beginnt jeder Tag für die Mölders dort, wo er abends auch endet: im Melkstand. Die Büffel sind nämlich sehr sensibel und lassen sich nicht von Fremden melken. Derzeit produzieren sie 150 l Milch pro Tag. Einen Teil davon bringt Silvia zu den Kälbchen. Der Rest wird zu Mozzarella verarbeitet.

Dafür fahren die Mölders zu ihren Freunden Andrea und Alfons nach Denekamp in Holland. In deren kleiner Käsemanufaktur sind italienische Käsemacher am Werk, die aus der Büffelmilch Mozzarella und Ricotta herstellen.

Zu Gast bei Silvia Mölders

Die Landfrauen sind gespannt: Wer ist die erste Gastgeberin in der Runde? Wo lebt sie? Und was wird sie servieren?

Silvia Mölders streichelt ihre Büffel.

Silvia Mölders betreibt mit ihrer Familie eine Büffelfarm. Sie und Martin sind schon seit 30 Jahren ein Paar.

Silvia Mölders betreibt mit ihrer Familie eine Büffelfarm. Sie und Martin sind schon seit 30 Jahren ein Paar.

25 Hektar Land bewirtschaftet Familie Mölders. Die zugehörige Hofstelle ist über 100 Jahre alt. Silvia ist dort groß geworden, hat nie woanders gelebt.

Die Hauptattraktion des Hofes: Eine der wenigen freilaufenden Büffelherden Deutschlands. Sie liefert den Mölders Fleisch und Milch.

Einen Teil der Büffelmilch bekommen natürlich die Kälber. Die ganz Kleinen sogar mit der Flasche.

Der Großteil der Milch wird zu Mozzarella verarbeitet und im Hofladen verkauft.

Neben den Büffeln gibt es auch noch Hühner auf der Farm.

"Bewacht" werden sie von den Nandos Tiffi und Toffi. Sie sorgen dafür, dass kein Habicht den Hühnern zu nahe kommt.

Die Eier werden im "Eierhäuschen" verkauft. Jeder, der dort vorbeikommt, kann sich auf Vertrauensbasis Eier nehmen und das Geld dafür in die Kasse werfen. Das hat bisher immer funktioniert.

Natürlich serviert Silvia Büffelfleisch und Mozzarella, aber auch Gemüse und Kräuter aus ihrem Garten. Sie will so viel wie möglich aus der eigenen Produktion verarbeiten.


Familienbetrieb statt Elektroindustrie

Silvia ist auf dem Bauernhof aufgewachsen und wollte immer schon Bäuerin werden. Gelernt hat sie trotzdem erst einmal etwas anderes: Industrieelektronikerin. Erst als ihre Kinder auf die Welt kamen, hat sie der Elektronik-Branche den Rücken gekehrt und sich ganz dem Hof und der Familie gewidmet. Sie kümmert sich mit um alles: Vom Melken der Büffel über das Füttern der Kälber und dem Versorgen der Hühner bis hin zum Hofladen. Ihr Mann Martin arbeitet tagsüber in einem Landwirtschaftsbetrieb um die Ecke. Denn noch kann die Familie von der Büffelfarm allein nicht leben.

Mit ihrer Farm wollen die Mölders anderen Menschen die Landwirtschaft wieder ein Stück näher bringen. Deshalb bieten sie den ganzen Sommer über „Wasserbüffel-Exkursionen“ an, bei denen die Teilnehmer die Tiere nicht nur hautnah erleben, sondern auch so einiges über sie erfahren. Auch die Landfrauen nimmt Martin mit auf eine Exkursion.

Büffel-Käse, Büffel-Burger und Büffelmilch-Eis

In der Zwischenzeit kümmert sich Silvia um ihr Menü. Unterstützt wird sie dabei von ihrer Freundin Anke. Einmal im Jahr fahren die beiden zu zweit in den Urlaub, aber heute wird zum ersten mal gemeinsam gekocht. Sie verarbeiten überwiegend Produkte vom Hof: Büffelkäse, Büffel-Burger und Büffelmilcheis.

Serviert wird in der alten Tenne, wo normalerweise alte Gerätschaften lagern. Für den Besuch der Landfrauen hat die ganze Familie mit angepackt und den ehemaligen Kuhstall herausgeputzt. Gemütlich und urig soll es sein, dekoriert wird mit Bildern der Büffel und alten Hofgeräten. Dass alles erst auf den letzten Drücker fertig geworden ist, wie Silvia lachend erzählt, merkt zum Dinner-Abend keiner mehr. Die Frauen fühlen sich sichtlich wohl. Doch kann die Gastgeberin auch mit ihren Kochkünsten punkten?

Weitere Infos: www.bueffelhof-kragemann.de

Stand: 01.08.2017, 18:23

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