Der Multikulti-Bauernhof aus Bottrop

Staffel 9: Zu Gast bei Irmgard Königshausen

Der Multikulti-Bauernhof aus Bottrop

Der "Land und lecker"-Bus rollt wieder durchs Land – und stoppt als erstes im nördlichen Ruhrgebiet. In Bottrop-Kirchhellen führen Irmgard und ihr Mann Rudolf einen ganz außergewöhnlichen Familienbetrieb. Hof Königshausen ist eine „grüne Insel“, denn den Bauernhof umgibt eine wunderschöne Gartenanlage.

Türkische Bohnen, ein Gebetshaus und keine Schweine

Das Besondere ist das Konzept des Hofes: Bereits in den 1960er-Jahren hatte Rudolf die Idee, sich auf muslimische Kunden zu spezialisieren. Als erstes mussten die Schweine weichen. Inzwischen halten die Königshausens überwiegend Limousin-Rinder, dazu Gänse, Hühner und Pferde. Angebaut wird, was die Kunden mögen: Für die türkischen Langbohnen reisen Kunden aus ganz Europa an.

Sogar ein muslimisches Gebetshaus gibt es auf dem Hof. Und einmal im Jahr wird so richtig groß gefeiert. Dann richten die Königshausens das islamische Opferfest "Kurban Bayrami" aus.

Der Multikulti-Bauernhof aus Bottrop

Im nördlichen Ruhrgebiet betreiben Irmgard und ihre Familie einen Bauernhof für muslimische Kunden.

Irmgard und ihr Mann vor einer Kuhweide.

Die heutige Gastgeberin ist Irmgard aus Bottrop-Kirchhellen, die zusammen mit ihrem Mann Rudolf und dem ältesten Sohn Jochen Hof Königshausen bewirtschaftet.

Die heutige Gastgeberin ist Irmgard aus Bottrop-Kirchhellen, die zusammen mit ihrem Mann Rudolf und dem ältesten Sohn Jochen Hof Königshausen bewirtschaftet.

Hof Königshausen ist ein ganz besonderer Familienbetrieb: Nicht nur wegen der französischen Limousin-Rinder...

...sondern auch wegen der ungewöhnlichen Bewirtschaftung. Familie Königshausen hat sich auf muslimische Kunden spezialisiert und baut z.B. spezielle türkische Bohnen an.

Während sich Rudolf um die Versorgung der Tiere kümmert,...

...ist Irmgard für die Buchhaltung zuständig.

Wenn ihr Sohn nicht da ist, versorgt sie auch dessen Vogelzucht.

Ihre große Leidenschaft ist aber der Garten. Das ist ihr Reich, in dem sie sich am wohlsten fühlt, so die Landfrau.

Nach getaner Arbeit entspannen Irmgard und Rudolf gerne in ihrer Gartenlaube direkt am Teich.

Dort trifft man auch die Enten an.

Außerdem leben neben Rindern, Gänsen, Pferden und Hühnern auch ein Pfau und ein Hund auf dem Hof.

Für ihr Menü will Irmgard natürlich vor allem eigene Produkte verwerten: Sie serviert einen Bärlauch-Cappuccino und Rinderfilet.

Zur Landwirtin geboren

Irmgard war schon immer eine Landfrau. Den elterlichen Hof hat sie verlassen, um eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin zu machen – im Betrieb von Rudolf. Verliebt haben sich die beiden aber erst später, vor über 27 Jahren auf dem "Bullenball" im Münsterland.

Auch wenn von den fünf erwachsenen Kindern nicht mehr jedes auf dem Hof lebt, kommen alle immer wieder gerne nach Hause. Und bringen am liebsten noch Freunde mit. Denn Hof Königshausen ist ein offenes Haus. Irmgard freut das: „Ich mag es, wenn Trubel ist.“

Bazar, Buchhaltung und Bärlauch-Cappuccino

Der enge Zusammenhalt ist selbst bei der Arbeit spürbar: Während sich Rudolf und sein ältester Sohn Jochen um die Versorgung der Tiere und den Handel mit den Kunden kümmern, hat Irmgard die Buchhaltung fest im Griff.

Der Garten ist Irmgards liebster Rückzugsort, ihre große Leidenschaft der Kräutergarten. Deshalb will sie verschiedene Kräuter in ihrem Menü verwerten: Zur Vorspeise Bärlauch und zum Filet vom eigenen Rind Kartoffelpüree mit Giersch. Ob sie damit punkten kann?

Weitere Infos: hof-koenigshausen.de

Stand: 05.08.2017, 17:02

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