Das Spukschloss im Spessart

Szene aus "Das Spukschloss im Spessart"

BRD 1960

Das Spukschloss im Spessart

Beim Abriss eines historischen Wirtshauses im Spessart werden die Geister von fünf berühmt-berüchtigten Räubern aus dem Gemäuer vertrieben, die in dem Mittelgebirge vor Jahrhunderten ihr Unwesen getrieben haben. Die fünf Untoten finden sich in der Bundesrepublik des Jahres 1959 kaum zurecht, und so suchen sie in einem nahegelegenen Schloss Unterschlupf. Die neue Behausung der Gespenster gehört der jungen Gräfin Charlotte, die mit Schulden zu kämpfen hat. Insbesondere einer ihrer Gläubiger, der Hotelier Hartog, macht Charlotte das Leben schwer, weil er ihr Schloss in ein Luxushotel umbauen will. Die Gespenster beschließen, der jungen Frau zu helfen. Sie trinken einen Zaubertrank und verwandeln sich in Menschen aus Fleisch und Blut. Für Verwirrung sorgt zudem ein orientalischer Prinz, der auf dem Schloss Urlaub macht.

Mit "Das Wirtshaus im Spessart" aus dem Jahr 1958 konnte Kurt Hoffmann, zu dieser Zeit Deutschlands erfolgreichster und bester Komödienregisseur, einen fantastischen Erfolg feiern. Kein Wunder, dass bald darauf eine erste Fortsetzung entstand, die unter dem Titel "Das Spukschloss im Spessart" abermals ein großer Erfolg wurde und obendrein als "Grusical" - als Mischung aus Musical und Gruselkomödie - eine Rarität in der deutschen Kinolandschaft jener Jahre darstellt. Dabei griff Hoffmann wieder auf sein bewährtes Team zurück: So spielt die Hauptrolle abermals seine Lieblingsschauspielerin Liselotte Pulver, das Drehbuch stammt (zusammen mit Heinz Pauck) von Günter Neumann, dem bevorzugten Autor des Komödienspezialisten. Bei seiner Uraufführung war der "Verband der deutschen Filmkritik" von dem späteren Klassiker so angetan, dass er Hoffmann als bester Regisseur, Günther Anders als besten Kameramann und Hubert von Meyerinck als besten Nebendarsteller des Jahres auszeichnete.

Bei den Internationalen Filmfestspielen in Moskau wurde der Film als beste Komödie prämiert, in Karlsbad gab es Preise für Kurt Hoffmann und die Drehbuchautoren Günter Neumann und Heinz Pauck. Auch ein Bambi ging an "Das Spukschloß im Spessart" als "künstlerisch wertvollster und geschäftlich erfolgreichster deutscher Film 1961".

Darsteller:
Gräfin Charlotte (Liselotte Pulver)
Major von Teckel (Hubert von Meyerinck)
Martin Hartog (Heinz Baumann)
Prinz Kalaka (Hans Clarin)
Geist Hugo (Curt Bois)
Geist Max (Georg Thomalla)
Geist Jockel (Hans Richter)
Geist Katrin (Hanne Wieder

Stab:
Regie: Kurt Hoffmann
Buch: Günter Neumann, Heinz Pauck
Musik: Frederick Hollander, Olaf Bienert

Stand: 01.04.2017, 17:44

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