Leichen pflastern seinen Weg

Szene aus "Leichen pflastern seinen Weg"

Italien/Frankreich 1968

Leichen pflastern seinen Weg

Amerika, im Winter 1896. In den tief eingeschneiten Bergen des Bundesstaates Utah liegt das Dorf Snowhill. Finanzielle Not, schlechte Ernte und purer Hunger haben die Männer des Ortes in die Kriminalität getrieben - mit Diebstählen versuchen sie, ihre Familien zu ernähren. Dadurch sind sie zu Gesetzlosen geworden, auf jeden Einzelnen von ihnen ist eine Belohnung ausgesetzt. Für den Kopfgeldjäger Loco ist das die ideale Voraussetzung, seinem blutigen Handwerk nachzugehen - die verwahrlosten Farmer können sich gegen ihn und seine Revolverhelden ohnehin nicht zur Wehr setzen.

Getrieben von Mordlust und Geldgier, durchforstet Loco die verschneiten Berge um Snowhill und erschießt gnadenlos jeden der vogelfreien Männer, der sich aus seinem Versteck wagt. Unter den Ermordeten ist auch der Ehemann der temperamentvollen Pauline. An seinem Grab schwört sie Rache und sucht nach einem Weg, Loco für seine Bluttat büßen zu lassen.

Als ein stummer Revolverheld in Snowhill auftaucht, heuert sie ihn an, Loco zu töten. Der Mann namens Silence hat auch einen persönlichen Grund zur Rache: Loco ermordete vor Jahren die Eltern von Silence und durchtrennte ihm die Stimmbänder, um nicht verraten zu werden. Seither zieht Silence, einem Racheengel gleichend, durchs Land und rächt sich an all jenen, die unter dem Deckmantel des Gesetzes Menschen für Geld töten. Dabei geht er geschickt vor: Um nicht gegen das Gesetz zu verstoßen, provoziert er Locos Männer, bis diese zur Waffe greifen - und tötet sie in legitimer Notwehr. Einzig Loco lässt sich nicht dazu hinreißen, Silence anzugreifen. Stattdessen schaltet er den neuen Sheriff aus, der die Kopfgeldjäger zur Ordnung rufen und den Ausgestoßenen eine Amnestie gewähren will. Danach hat Loco freie Bahn: Ohne Rücksicht auf Verluste macht er sich daran, seinen Erzfeind Silence zu töten.

Mit "Leichen pflastern seinen Weg" hat Sergio Corbucci ("Django") eines der großen Meisterwerke des Italo-Western geschaffen. Nicht nur das einzigartige Setting in einer unwirtlichen Schneelandschaft, die herausragenden Darsteller, die kompromisslose Härte und das zutiefst pessimistische Ende machen den Film zu einem Meilenstein des Genres - vielmehr zeichnet sich der im Jahr 1968 entstandene Film durch seine politischen Anspielungen und seine Kapitalismuskritik aus: Nicht zufällig hat Corbucci den Film dem Andenken an Martin Luther King und Che Guevara gewidmet. In den Hauptrollen sind Jean-Louis Trintignant und Klaus Kinksi zu sehen.

Darsteller
Silence (Jean-Louis Trintignant)
Loco (Klaus Kinski)
Sheriff Burnett (Frank Wolff)
Pollicut (Luigi Pistilli)
Pauline (Vonetta McGee)
Regina (Marisa Merlini)

Stab:
Buch: Sergio Corbucci, Mario Amendola, Vittoriano Petrilli
Regie: Sergio Corbucci
Musik: Ennio Morricone

Stand: 15.07.2017, 19:06

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