Die Kinozeit-Highlights im Mai

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Free-TV-Premieren im Mai!

Die Kinozeit-Highlights im Mai

Mit EDEN, NO! , SIDDARTH und CHEVALIER haben wir im Mai gleich vier Free-TV-Premieren im Programm.

8.5.2017: No! von Pablo Larraín

Spielfilm, Chile/USA/Frankreich 2012
mit Gael García Bernal, Alfredo Castro, Luis Gnecco

Gael García Bernal

Von der Werbung in die Politik: René Saavedra (Gael García Bernal) wird für die No!-Kampagne engagiert.

Chile, 1988. Diktator Pinochet lässt eine Volksabstimmung über die Fortführung seiner Präsidentschaft durchführen. Alle Prognosen sagen den Sieg Pinochets voraus, der Staat und Medien mit eiserner Hand kontrolliert. In dieser fast aussichtslosen Situation engagieren die Führer der Opposition den brillanten jungen Werbefachmann René Saavedra (Gael García Bernal), obwohl der bisher mehr mit Erfrischungsgetränken als mit Politik zu tun hatte.

Unter der ständigen Überwachung des Regimes, mit äußerst knappen Ressourcen und einigem Gegenwind aus den eigenen Reihen entwerfen René und sein Team aus dem Zauberkasten der Werbewelt eine knallig-bunte ¡NO!-Kampagne. Erst nach und nach wird René bewusst, mit wem er sich angelegt hat.

15.5.2017: Eden von Mia Hansen-Løve

Spielfilm, Frankreich 2014
mit Félix de Givry, Pauline Etien­ne, Vincent Macaigne

Szene aus EDEN

Auf dem Höhepunkt seiner DJ-Laufbahn legt Paul (Félix de Givry) in New York auf, im gelobten Land seiner favorisierten Dance-Music-Spielart, dem Garage-House.

Paris, Anfang der 1990er: Paul ist Anfang 20 und aufstrebender DJ. Während die elektronischen Beats die Underground Clubs der Stadt erobern, beginnen Pauls Freunde von »Daft Punk« und sein Duo »Cheers« ihren Siegeszug auf den Dancefloors. Es folgen schillernde Jahre im flüchtigen Nachtleben, mit wechselnden Liebschaften und manchem Drogenrausch. Paul lebt seinen Traum gegen alle Widerstände, doch verliert er sich dabei immer mehr in den Tiefen dieser Parallelwelt.

 Eden fühlt sich an, als würde man den Refrain von Daft Punks Partyhymne One more time immer und immer wieder im Loop hören, bis sich langsam, aber deutlich die ernüchternd unglamourösen Nebengeräusche des Alltags darüber legen. Die sind der eigentliche Sound des Lebens. Das muss auch Paul schließlich schmerzvoll lernen. Mit ihren nur scheinbar schlichten filmischen Mitteln versteht es Mia Hansen-Løve ganz wunderbar, diese Nebengeräusche zum Klingen zu bringen.“ (Christian Meyer-Pröpstl, zeit online, 30.4.2015)

22.5.2017: Siddarth von Richie Mehta

Spielfilm, Indien/Kanada 2013
mit Rajesh Tailang, Tannishtha Chatterjee, Anurag Arora

Szene aus SIDDARTH

Auch bei der Polizei kann man den verzweifelten Eltern Mahendra und Suman Saini (Rajesh Tailang und Tannishtha Chatterjee, r) nicht helfen.

Mahendra arbeitet als ambulanter Reparateur von Reißverschlüssen in Delhi. Um die marode Familienkasse zu entlasten, schickt er seinen 12- jährigen Sohn Siddharth für zwei Monate in eine andere Stadt. Der Sohn kommt nicht zurück. Eine alptraumhafte Suche treibt den verzweifelten Vater durch das halbe Land und in die Warteräume der überforderten Bürokratie Indiens, wo jedes Jahr über 40.000 Kinder spurlos verschwinden.

"2010 begegnete ich auf den Straßen von Delhi einem Mann, der mich um Hilfe bat ... seinen Sohn zu finden. Er erzählte mir seine Geschichte: dass er seinen 12 Jahre alten Sohn zum Arbeiten geschickt und danach nie wieder gesehen hatte. Er glaubte, sein Sohn sei gekidnappt und verkauft worden. ... Weil er jeden Tag arbeiten muss, um seine Frau und Tochter zu ernähren, war alles was er tun konnte, andere um Hilfe zu bitten. Und das hatte er seit über einem Jahr getan. Zu wissen, dass dieser Mann weder die Mittel noch die Möglichkeiten hat, richtig nach seinem Sohn zu suchen, ist eine unvorstellbare Tragödie. … Dieser Film ist mein Versuch, diese Umstände aufzuarbeiten. Es ist eine Geschichte, die in gleichen Teilen aus Tragik und Optimismus entstanden ist und ich hoffe, was wir erschaffen haben, überträgt einen Teil der Verwirrung, des Kummers und der Hilflosigkeit, aber auch der Hoffnung, die ich fühlte, als ich diesen Mann traf."
Richie Mehta

29.5.2017: Chevalier von Athina Rachel Tsangari

Spielfilm, Griechenland 2015
mit Yorgos Kentros, Panos Koro­nis, Vangelis Mourikis

Szene aus CHEVALIER

Sechs Männer sitzen mitten im Ägäischen Meer auf ihrer Yacht. Um die Zeit totzuschlagen, spielen sie ein Spiel. Es ist mit einem harten und immer irrwitzigeren Wettbewerb verbunden. Körperteile werden verglichen und vermessen, gefolgt von Disziplinen wie Fensterputzen, Silberpolieren oder Seeigelsalat zubereiten. Aus Freunden werden Feinde - hungrige Feinde. Aber keiner der Männer denkt daran, von Bord zu gehen, ehe er nicht zum Gewinner gekrönt wurde. Dieser wird am kleinen Finger den Ring des Sieges tragen: den Chevalier.

Stand: 02.05.2017, 15:36

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