Oliver Kahn

Ich stelle mich

Oliver Kahn

„Ich stelle mich“ – Diese Kampfansage macht Oliver Kahn Moderatorin Sandra Maischberger und den Zuschauern im WDR Fernsehen. Ist er die personifizierte Bayern-Arroganz, aggressiv und cholerisch, ein Phrasendrescher vor der Kamera? Oder ist er ein begnadeter Motivator, einer der besten Torhüter aller Zeiten, ein cleverer Geschäftsmann, der sich sozial engagiert?

Mit sechs Jahren macht Oliver Kahn in den Jugendmannschaften des Karlsruher SC auf sich aufmerksam. Bisher unveröffentlichte Filmaufnahmen zeigen seine frühen Fertigkeiten und einen spektakulären Hackentrick. Bei „Ich stelle mich“ kommentiert er trocken: „Das dürfen Sie Jens Lehmann niemals zeigen, der gilt ja immer als der bessere Fußballer.“

Oliver Kahn und Sandra Maischberger im "Ich stelle mich"-Studio

Sepp Maier, Jahrhunderttorwart der Deutschen und Kahns Trainer in Verein und Nationalmannschaft, stellte sich hinter ihn, als dieser sich für die WM 2006 in Deutschland mit Jens Lehmann ein Duell um den Stammplatz lieferte. Bei „Ich stelle mich“ erzählt er, was er Kahn nach dessen Degradierung zur Nr. 2 geraten hat: „Weißt du, was ich gemacht hätte? Ich hätte alle abgewatscht.“ Kahn gesteht andererseits, wie hart die ersten Trainingseinheiten mit Sepp Maier waren: „Ich konnte zwei, drei Tage nicht mehr laufen.“ Bei der „Ich stelle mich“-Aktion treten die zwei Welttorhüter im Elfmeter-Duell gegeneinander an: Wer von beiden erkennt bereits am Anlaufen historischer Elfmeter, wohin der Schütze schießen wird?

Oliver Kahn im Rededuell mit Sportreporter Werner Hansch bei "Ich stelle mich"

Oliver Kahn im Rededuell mit Sportreporter Werner Hansch bei "Ich stelle mich"

Zusammen mit Oliver Welke moderiert Oliver Kahn heute die Champions League, Welt- und Europameisterschaften. Bei „Ich stelle mich“ berichtet Welke von den gemeinsamen Zeiten bei der WM 2014 in Rio und widerspricht Gerüchten, dass Kahn geizig sei – wenn auch nur halbherzig: „Ich meine, er habe uns in Rio einmal zu etwas eingeladen, aber ich komm nicht mehr drauf, was es war.“

Das verlorene Champions-League Endspiel 1999 mit den Bayern gegen Manchester United wurde für Oliver Kahn zum Wendepunkt. Nach der traumatischen Niederlage steuerte er auf einen Burnout zu: „Geistig und körperlich ging gar nichts mehr. Ich bin morgens aufgewacht und wusste nicht mehr, wie komm ich jetzt eigentlich zum Training? Wie schaffe ich es überhaupt im Haus die Treppe runter zu kommen?“

Stand: 06.10.2017, 13:59

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