Claudia Roth

Claudia Roth

„Ich stelle mich“ – Diese Herausforderung nimmt Claudia Roth an, wenn Moderatorin Sandra Maischberger die Grünen-Politikerin mit kritischen und hintergründigen Fragen konfrontiert. Ist sie die Nervensäge der Nation, eine Multikulti-Mutti? Oder ist sie die Gralshüterin grüner Urwerte, mit Herzblut auf der Seite der Schwachen dieser Welt?
Claudia Roths Lebensweg ist untrennbar mit ihrer Zeit als Managerin von „Ton Steine Scherben“ verbunden. Drei Jahre lang war sie mit der Polit-Rockband auf Tour. Ihr damaliger Partner Martin Paul war als Keyboarder der Scherben hautnah dabei.


Erstmals im deutschen Fernsehen erzählen beide von ihrer gemeinsamen Liebe, die bereits 1977 an den Dortmunder Theaterbühnen entstand. Warum Claudia Roth und Martin Paul jedoch kein Paar blieben, dass, so Roth: „habe ich mich in den letzten 30 Jahren oft gefragt.“ Martin Paul erzählt von der wilden und entbehrungsreichen Zeit in der Scherben-Kommune und von einer besonderen Ohrfeige Rio Reisers: „Das war durchaus spannungsgeladen. Der Rio hat die Claudia geohrfeigt. Claudia Roth habe sich dies nicht gefallen lassen. „Der Rio hat dafür ein Glas Bier rüber gekriegt“, berichtet sie.

Zum Thema Liebe hat Roth noch einen Rat. Der amerikanischen First Lady Melania Trump empfiehlt sie die Trennung von Donald Trump: „Wenn es Liebe ist, kann ich es nicht nachvollziehen. Wenn es keine Liebe ist, sollte sie sich schnell von diesem Kerl entfernen.“

Politisch trennen sie Welten: Peter Gauweiler und Claudia Roth. Während der gewaltsamen Anti-Atom-Proteste Ende der 80er Jahre in Wackersdorf standen die damalige Pressesprecherin der Grünen und der damalige bayerische Staatssekretär des Innern auf verschiedenen Seiten der Barrikaden. Warum sie heute eine herzliche Freundschaft pflegen erzählen Roth und Gauweiler bei „Ich stelle mich“. Gauweiler verrät: „Eine Ministerpräsidentin Roth in Bayern könnte ich mir vorstellen.“

Ihre Partei musste bei den letzten Wahlen herbe Niederlagen einstecken. Angesichts von Kriminalität und Terrorgefahr verlangen die Bürger mehr Sicherheit. Die Grünen jedoch bestehen auf Willkommenskultur und Multikulti. Für Heinz Buschkowsky, Ex-Bürgermeister von Berlin-Neukölln, sind die Grünen ein Sicherheitsrisiko. Im Rede-Duell mit Claudia Roth sagt Buschkowsky: „Ich lass mich lieber filmen als verkloppen.“ Ihr Neffe Maximilian gibt Einblicke in das Leben der privaten Claudia Roth. Er muss jedoch gestehen, dass es bei Diskussionen mit seiner Tante passieren kann, „dass man zwei Stunden nichts sagen kann.“

Stand: 08.06.2017, 16:43