Ekstase und Schock - Die Fußballhauptstadt Buenos Aires Ein Film von Marc Mauricius Quambusch und Jan-Henrik Gruszecki


Fussballfans in Buenos Aires mit Fahnen, Transparenten und gelbem Nebel

Ekstase und Schock - Die Fußballhauptstadt Buenos Aires

Ein Film von Marc Mauricius Quambusch und Jan-Henrik Gruszecki

(43:54)

Montag, 24. Februar 2014, 22.00 - 22.45 Uhr

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Montag, 24. Februar 2014, 22.00 - 22.45 Uhr

Alle reden über die Fußball Weltmeisterschaft in Brasilien. Doch die Welthauptstadt des Fußballs liegt woanders. Es ist Buenos Aires. Und zumindest eines stimmt: In keiner anderen Stadt der Welt findet sich so viel Fußball auf so engem Raum.


Jubelnde Fussballfans in Buenos Aires

Über ein Dutzend Erstligisten beheimatet Buenos Aires - die bekanntesten sind die Boca Juniors und River Plate – dazu über 50 Stadien. Und wenn es darum geht, selber zu spielen, lassen sich die Einwohner Buenos Aires nicht lange bitten: Wo ein Stück Freifläche ist, findet sich immer auch ein Fußball-Tor. Weil Freiflächen in Buenos Aires selten sind, der Pragmatismus aber hoch ist, finden sich unter der Stadtautobahn in Buenos Aires mehrere hunderte Fußballfelder auf denen „Futbol 5“, Kleinfeldfußball, gespielt wird – oft in den Mittagspausen.


Fussballfans in Buenos Aires auf dem Weg zum Stadion
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Die "Barra Brava" des argentinischen Erstligisten Racing wird auf dem Weg zum Stadion von den Dreharbeiten begleitet.

Es ist kein Zufall, dass Argentinien das Land mit den meisten Profifußballern im „Auslandseinsatz“ ist: 1095 Berufsfußballer kickten letztes Jahr in fremden Profiligen. Aber die Freude am Fußball in Buenos Aires wird überschattet von Gewalt und Korruption. In den so genannten „Barra Bravas“ finden sich die fanatischen, aber auch gewaltbereiten Fans zusammen. In der gerade zu Ende gegangenen Saison war Fans der jeweiligen Auswärtsmannschaft in den argentinischen Stadien der Zutritt verboten – aus Sicherheitsgründen.


Fussballfans in Buenos Aires mit Fahnen, Transparenten und gelbem Nebel
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Selbst in Derbys der vierten Liga wie hier zwischen Dock Sud und San Telmo ist es nur ein schmaler Grad zwischen Leidenschaft und Gewalt.

Der Gebrauch von Schusswaffen und Messern in und ums Stadion blieb dennoch an der Tagesordnung. Alleine im Zeitraum der Dreharbeiten zum Film starben drei Fans bei Schießereien. Die Macht der „Barras Bravas“ zu begrenzen, ist aber schwierig in einer Stadt, in der Vereinspräsidenten und Politiker mit den gewaltbereiten Fans durchaus gemeinsame Sache machen.

Die Autoren nähern sich Fans, Fußballern und „Barra Bravas“ an, besuchen Orte, die dem Touristen für immer verborgen bleiben werden, und zeigen Aufnahmen an Orten, an denen bisher keine Kamera Zutritt hatte.


Autoren: Marc Mauricius Quambusch und Jan-Henrik Gruszecki
Redaktion: Steffen Simon und Jochen Leufgens


Stand: 17.02.2014, 17.18 Uhr


Kommentare zum Thema (18)

letzter Kommentar: 10.07.2014, 17.30 Uhr

Rodolfo schrieb am 10.07.2014, 17.30 Uhr:
Guten Tag, ich als argentinier stimme nicht zu. Ohne Fußball ist Buenos Aires NICHT eine langweilige Stadt, so wie mein Landsmann sagt. Sticchwort: Wikipedia, Theaters, usw. Und jetzt wegen Sonntag, mag der bessere gewinnen, und viele grüße nach DE, ihr habt die besten Karten ;-).
Kay schrieb am 03.07.2014, 20.01 Uhr:
Sehr gute Doku. Musik: Apertura von Gustavo Santaolalla; Album: Motorcycle Diaries.
carsten schrieb am 03.07.2014, 16.13 Uhr:
moin! habe die doku gestern abend bei phoenix gesehen. auch hiier die frage: was ist das für musik?
Jens schrieb am 15.06.2014, 11.11 Uhr:
Danke für die Doku! Ein phantastischer kleiner Einblick in die Welt dieser Fußball verrückten Menschen. So wird Fussball gelebt.
Oliver schrieb am 13.06.2014, 14.01 Uhr:
Super gemachte Doku! Weiß jemand, was das für eine Musik in der Endsequenz ist? Dankschee!

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