Weiblich, sexy, rechtsextrem

Weiblich, sexy, rechtsextrem

Ausländerhass und harte Parolen - bisher ist dies ein überwiegend männliches Phänomen. Fast jeden Tag sehen wir Bilder von pöbelnden Rechtsradikalen, etwa vor den Unterkünften von Asylbewerber-Wohnheimen. Alles Männer. Nur wenige Frauen treten offen als Rechte auf.

Junge Frau bei einer Demonstration mit Deutscher Fahne im Hintergrund

Sigrid Schüßler – ehemalige Vorsitzende des „Ring Nationaler Frauen“ umringt von Hooligans, Neonazis und Mitgliedern der AfD im Januar 2015 auf der „Magida“ – ein Ableger von Pegida.

Doch spätestens seit dem Prozess gegen Beate Zschäpe ist klar: Frauen spielen schon lange keine untergeordnete Rolle mehr in der rechten Szene.

Sie haben neue Gesichter. Geben sich harmlos. Arbeiten als Lehrer- oder Erzieherinnen. Sind freundlich und bürgernah. Agieren in Elternvertretungen und in der häuslichen Nachbarschaft.

Demonstration der JN

Demonstration der JN – der Jugendorganisation der NPD in Wismar. Junge Frauen und Mütter gehen auf die Strasse.

Die weiblichen Rechten verhalten sich bewusst unauffällig. Dahinter steckt eine Strategie. Schon früh rief die NPD ganz offiziell ihre Anhänger über ihr Parteiorgan „Deutsche Stimme“ auf, soziale und pädagogische Berufe zu ergreifen: „Hier gilt es, die breite Bevölkerung weiterzubringen und Vorbildfunktion zu übernehmen.“

die story dokumentiert diese Strategie und zeigt, wie rechtsextreme Frauen gezielt die demokratische Alltagskultur unterwandern.

Autorin: Caterina Woj
Redaktion: Jo Angerer

In unserer Sendung vom 5.10.2015 haben wir berichtet, der Liedermacher Frank Rennicke sei wegen Volksverhetzung in acht Fällen verurteilt worden. Korrekt ist, Herr Rennicke ist wegen Volksverhetzung in einem Fall rechtskräftig verurteilt worden.

Stand: 09.11.2015, 18:00

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1 Kommentar

Neuester Kommentar von "Asbirg", 31.05.2016, 22:14 Uhr:

Ich habe gelernt, dass man politische Strömungen einordnen muss. Diese hier beschriebenen Personengruppen sind nicht immer gleich oder haben das gleiche Anliegen. Hier beim WDR wird aber die Gesamtheit aller Gruppierungen aus diesem Spektrum in einen Topf geworfen. Also vom "Döner-Mörder" bis hin zu demonstrierenden Frauen wird alles in eine Schublade gesteckt. Ich bin der Meinung, dass hinter diesem Beitrag politische Motive stehen, denn eine nicht diversivizierte Kritik am Islam sei ja beispielsweise schon Rassismus. Zumindest wird es so im WDR von sogenannten "Rechtsextremismusexperten" propagiert. Kein Mensch sei illegal! Gilt das auch für Deutsche? Steckt hinter diesem Bericht nicht vielleicht ein versuchter Rassismus gegen Deutsche allgemein?