Mission Tierschutz - Undercover in deutschen Ställen

Mission Tierschutz - Undercover in deutschen Ställen

Die Soko Tierschutz ist Tag und Nacht unterwegs. 15 Aktivisten arbeiten als Undercover-Ermittler und decken Skandale in der Massentierhaltung auf. Es sind keine Polizisten oder Kontrolleure, sondern ehrenamtliche Tierschützer.

Kopf der Soko Tierschutz ist Friedrich Mülln. Gemeinsam mit den Frauen und Männern seiner Gruppe verfolgt er Tiertransporte und zeigt, wie die Hühner eingepfercht 14 Stunden ohne Pause quer durch Deutschland gefahren werden. Erlaubt sind maximal 12 Stunden, aber es gibt Tricks, um das Gesetz zu umgehen. Friedrich Mülln konfrontiert die Zulieferbetriebe und sie bestätigen sogar die katastrophalen Transporte. Die Soko Tierschutz filmte außerdem über Jahre, wie Rinder in einem Schlachthof in Österreich an der Grenze zu Bayern am lebendigen Leib zerlegt werden. Dieses Fleisch landet vermutlich in deutschen Metzgereien.

Antibiotika-Fleisch im Supermarkt

Mit versteckter Kamera deckten die Tierschützer den massiven Antibiotikaeinsatz eines Schweine-Mastbetriebes in Süddeutschland auf. Verbraucher kaufen das Fleisch später in einem bekannten deutschen Supermarkt – ausgezeichnet mit einem Gütesiegel.

Friedrich Mülln

Mülln befreit eine Gans

Das ganze Leben ein Kampf

Friedrich Mülln lebt für den Tierschutz, auch wenn er manchmal nächtelang wartet und nichts passiert. Der 35jährige hat nicht immer Erfolg und trotzdem schon viel erreicht. Mehrmals wurden auch durch Aktionen der Soko Tierschutz Betriebe geschlossen, 2013 auch ein Betrieb von Wiesenhof. Friedrich Mülln steht aber hin und wieder auch selbst vor Gericht wegen seiner Undercover Aktionen. Verurteilt wurde er nie.

die story begleitet Friedrich Mülln und die Soko Tierschutz bei verschiedenen Undercover-Ermittlungen und konfrontiert die Betreiber der Mastbetriebe und Schlachthöfe mit den Recherchen.

Autorin: Katharina Wulff-Bräutigam
Redaktion: Barbara Schmitz und Jessica Briegmann

Stand: 29.02.2016, 13:16

Kommentare zum Thema

Kommentar schreiben

Sie sind schlauer als Spam-Automaten. Bitte antworten Sie auf folgende Frage:

Wie lautet der Vorname von Ralph Caspers?

Warum stellt der WDR diese Fragen?

*Pflichtfelder

64 Kommentare

Neuester Kommentar von "denise zimmerer", 27.08.2015, 19:11 Uhr:

danke. wir brauchen mehr berichterstattung zum thema tierische produkte und massentierhaltung.

Kommentar von "Myriam Sierakowitz", 27.08.2015, 16:34 Uhr:

Ich finde es einfach nur barbarisch wie mit den Tieren umgegangen wird ich hoffe das der Verbraucher sich mal ein Kopf darüber macht was er da verzehrt,ich bin schon seit 42j Vegetarier und möchte bald auf vegan umsteigen .Es müssen nicht diese Massen an Fleisch sein man kann auch sehr gut ohne Leben und auch gesünder ,.Ich bete jeden Tag dafür das etwas geschieht.

Kommentar von "Friedrich Mülln", 24.08.2015, 16:18 Uhr:

Wer einmal ganz genau hinschaut, merkt, dass ein Tiertransporter zwei verschiedene Kennzeichen haben kann. In diesem Fall blieb das hintere Kennzeichen unverändert und das vordere wurde durch die neue Zugmaschine geändert. Dadurch kam der Transporter in Hadamar mit SAD und VEC an und startete ab Hadamar mit VEC und VEC. Aber ihnen geht es ja nur darum ein nicht vorhandenes Haar in der Suppe zu finden. Was Verkehrssicherheit angeht, kann ich ihnen Mitteilen, dass Wiesenhof Laster alleine dieses Jahr in mehrere schwere Unfälle verwickelt waren. Denn offenbar leidet die Aufmerksamkeit der Fahrer bei so vielen tausend Kilometer Hühnertransport durch Deutschland. Ich verbitte mir im übrigen die andauernden NS Vergleiche von den hier vertretenden Kritikern. Das zeigt auf welchem Niveau hier argumentiert wird und demaskiert die Schreiberlinge.

Kommentar von "Heinz D.", 20.08.2015, 18:52 Uhr:

An Schröder: eine Anzeige für den armen LKW Fahrer, der nur seine Arbeit verrichtet und seine Familie ernährt. Haben wir das nicht schon mal vor 75 Jahren gehört? Nur die Pflicht getan? Und Herr Mülln, der mit einem Handytelefonat eine große Gefahr im Straßenverkehr darstellt. Was ist mit den Tieren? Die dürfen geschunden werden bis zum Tod! Für die Millionen armen Tiere ist jeden Tag Ausschwitz! Da sind einem doch die wenigen Menschen, die ihr Brot mit dieser Bestialität verdienen doch echt egal. Es gibt ja andere Jobs. Menschen können sich entscheiden, ob sie was tun oder nicht. Die Tiere können das nicht. Ständig künstlich geschwängert werden , Kinder gleich nach der Geburt weggenommen, die dann umgebracht werden, oder das gleiche Schicksal wie ihre Mütter erleiden. Nur ein kleiner Auszug der brutalen Machenschaften des Menschen dem Tier gegenüber. Bitte die Relationen beachten! Wen interessieren schon die Menschen, die diesen Ausbeuterwahnsinn durch ihre Arbeit unterstützen?

Kommentar von "Barabas", 19.08.2015, 02:12 Uhr:

Ein riesengroßes Danke an das SOKO TIERSCHUTZ- Team, dass Sie diese ganzen Strapazen auf sich nehmen. Ohne Sie würde man den Wahnsinn, der hier mitten unter uns Tag für Tag abgeht nie erfahren. Viel Kraft, Ausdauer und Erfolg für die Zukunft, auf dass die Menschen endlich aufwachen und ihr Konsumverhalten ändern. Jeder , der einen Hund zu Hause hat, weiß, dass Tiere genauso fühlen wie Menschen (Schmerz, Freude, Trauer...). Wer gibt uns das Recht, so mit unseren Mitgeschöpfen umzugehen? Wo ist der Unterschied zwischen Haus- und Nutztier? Es gibt keinen! Alle Säugetiere fühlen gleich. Wann benimmt sich der Mensch endlich zivilisiert? Konsumenten, die nicht denken, Politiker die zusehen und nichts unternehmen wollen... Ich wünsche mir oft, die raffgierige Menschheit würde aussterben, dann könnt sich die Erde mit ihrer Vielfalt wieder erholen und es wär endlich friedlich auf der Welt.

Kommentar von "Kurt", 19.08.2015, 01:27 Uhr:

In den 30iger Jahren versuchte man, der Masse einzureden, dass Rauchen gesund sei. Heut weiß jedes Kind, dass es schädlich ist. Schon längst überfällig sind Bilder von diesen brutalen Schlachtungen auf jeder Fleisch-, Fisch-, Wurst-,Käse-Milch-, und Eipackung mit der Aufschrift: " KANN IHRER SEELE UND GESUNDHEIT MASSIV SCHADEN". Ausserdem Aufklärungsfilme a la Mülln auf allen Kanälen, dass jedem, der sich an diesen Gräueltaten durch Konsum beteiligt, der Bissen im Hals stecken bleibt. Wo bleibt die Aufklärung an den Schulen?? Kinder sind noch nicht so abgestumpft wie die Erwachsenen. Unsere beiden Kinder haben nichts darüber in der Schule gehört, obwohl Tierschutz zum Lehrplan dazu gehört! Übrigens FLEISCH SPEICHERT EMOTIONEN: Das heisst, dass die ganze Panik, die die Tiere während ihres Lebens fühlen, auf Ihren Esser übergeht. Genaue Beobachter haben sicher festgestellt, dass parallel mit den grausamen Zuständen bei den Tieren die Panikattacken bei den Menschen zugenommen ...

Kommentar von "Hans R.", 18.08.2015, 22:34 Uhr:

Ich bin froh und dankbar, dass es Leute wie Herrn Mülln gibt. Danke auch dem WDR für die Sendung. Dieses Thema müsste der Öffentlichkeit viel mehr präsentiert werden.

Kommentar von "Schröder", 18.08.2015, 22:00 Uhr:

wer einmal ganz genau hingeschaut hat, wird feststellen, dass es sich bei dem Wiesenhof LKW, den die Polizei rauszieht, nicht um denselben handelt, der in Hadamar los gefahren ist (Kennzeichen!). Aber das Beste ist, wie der tolle Herr Tierschützer bei voller Fahrt, außerdem total übermüdet, mit dem Handy am Ohr die Polizei anruft. Bei aller Tierliebe, aber auf eine solche Art und Weise seine Mitmenschen zu gefährden ist unter aller Sau. Wie viele Menschen werden im Straßenverkehr wegen solcher Dinge jährlich getötet oder schwer verletzt? Und dann noch eine Anzeige gegen den LKW-Fahrer erstatten, der doch nur seine Arbeit verrichtet um seine Familie zu ernähren. Der fährt doch nicht aus lauter Spaß daran Tiere zu quälen. Der ist doch das schwächste Glied in der Kette! Aber Hauptsache man macht solchen armen Leuten das Leben noch etwas schwerer als er es eh schon hat. UNTER ALLER SAU!!!

Kommentar von "Elke", 18.08.2015, 18:17 Uhr:

Danke für den unermüdlichen Einsatz. Bitte weiter so!!! Spende ist schon erl.

Kommentar von "H.Kranz", 18.08.2015, 14:21 Uhr:

Diese Reportage hat endlich einmal die Realität gezeigt.. ..würde gerne auf das Konto von "Mission Tierschutz" was überweisen.. wie komme ich an die IBAN..? Herr Mülln machen Sie mit ihrem Team weiter so.. damit noch mehr Verbrauchern die Augen aufgehen.. Mfg. HK

1
2
3
4
5
6
7