Wie ArbeitGeber heute handeln

Ausgetrickst und Abgezockt (1)

Wie ArbeitGeber heute handeln

Ein Film von Diana Löbl und Peter Onneken

Sie nennen sie zynisch „Sterbezimmer“. Keine Fenster, kein Telefon, kein Internet. Jeden Tag 8 Stunden lang abgestellt, sinnlose Aufgaben, abgeschnitten vom Büroalltag, mit nur einem Ziel: Die Arbeitgeber wollen ihre Mitarbeiter so mürbe machen, dass sie freiwillig kündigen.

Frau sitzt vor einem Computer, den Kopf auf die Hände gestützt

Burnout - ein Drama für Betroffene, hohe Ausfälle für die Wirtschaft

Die Arbeitswelt ist internationaler geworden, die Arbeitsverhältnisse vielfältiger. Immer mehr Menschen arbeiten in nicht klassischen Beschäftigungsmodellen. Sub-Sub-Sub-Unternehmer aus Osteuropa bieten ihre Mitarbeiter zu Dumpinglöhnen an, umgehen alle deutschen Gesetze. Amerikanische Großkonzerne geben sich als cool und modern, fordern aber extreme Leistungen oder drücken sich, wenn es um Sozialleistungen geht.

Die Arbeitswelt 2015, rau und gnadenlos. Kein Wunder, dass viele Arbeitnehmer unter Burnout leiden und für Monate ausfallen. Ein persönliches Drama nicht nur für die Betroffenen. Für die Wirtschaft bedeutet das Produktionsausfälle in Milliardenhöhe.

Autoren: Diana Löbl und Peter Onneken
Redaktion: Marion Schmickler und Nicole Ripperda

Stand: 29.02.2016, 13:44

Kommentare zum Thema

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1 Kommentar

Neuester Kommentar von "Georg", 25.06.2016, 11:52 Uhr:

Ein schöner Beitrag, aber längst bekannt. Beispielsweise ist dies beim SIEMENS und beim BOSCH seit min. 20 Jahren alltägliches Geschäft. Als Mitarbeiter wird man solange mürbe gemacht, unter Umständen auch jahrelang, bis dieser freiwillig sich zur Kündigung bewegt. Meist wird dann ein Aufhebungsvertrag angeboten. Dabei geht man auch das hohe Risiko ein, dass Mitarbeiter monatelang krank sind, bis hin zum Burnout. Man kann dies auch mit den Vorgesetzten besprechen, diese weichen jedoch generell aus. Auch die Personalabteilungen und sogar die Gewerkschaften unterstützen diese Praxis.