Die Eifel lebt

Mann mit Strohut bindet Weinreben

Die Eifel lebt

Eine Laubhütte, als Schutz vor Kälte und Witterung. Beim Survivaltraining in der Eifel lernen die Teilnehmer sich selbst ein Dach über den Kopf zu bauen und sich zu versorgen. Sie suchen, was die Natur hergibt und sie lernen, wie wichtig es ist aufeinander zu achten. Für die Hütte wird Laub gesammelt und aufeinander geschichtet. Wenn sie richtig gebaut ist, schützt sie sogar vor Minusgraden.

Der Bau einer Laubhütte im Wald

Die Laubütte im Wald: Richtig gebaut schützt sie sogar vor Minusgraden.

Das Alte wiederentdecken und Neues damit verbinden, dass ist das Ziel in der Wildnisschule Dahlem.

Hohes Venn, Maare und Ahrtal neu entdeckt

Und das ist nur eine von vielen Veränderungen, die die Region erlebt. Früher galt die Eifel als abgelegen und rückständig, als Schießplatz und "preußisch Sibirien". Heute hat die Eifel ein vollkommen gewendetes Image: Vormals arme Landschaften wie das Hohe Venn, die Maare oder das Ahrtal werden neu entdeckt und neu vermarktet: aus einem Militärgelände wurde ein Nationalpark mit großer Natur- und Artenvielfalt, in einem Schloss in Flamersheim entstand ein Sternerestaurant mit regionaler Küche und aus Bad Münstereifel wurde gleich ein ganzer Outlet Shopping Ort.

Ordensburg Vogelsang

Vogelsang: früher NS-Ordensburg, heute Begegnungsstätte.

Die Eifel ist berühmt für ihren Rotwein, der hier spektakulär an Steilhängen wächst. Doch es gibt auch andere Entwicklungen: immer mehr Vulkankegel verschwinden, obwohl es in der Erde brodelt. Es gibt immer wieder kleinere und größere Erdbeben und der Klimawandel verändert den Wasserzyklus der Eifel.

Veränderung als Programm

Der Film erzählt von diesen Veränderungen. Für den 2004 gegründeten Nationalpark Eifel ist Veränderung sogar Programm. Vom Jahr 2034 soll das rund 11.000 Hektar große Naturschutzgebiet weitgehend sich selbst überlassen werden. Große Teile sollen verwildern und Menschen dürfen ihn nur auf vorgeschriebenen Routen betreten.

Parkranger Roland Wollgarten

Kennt sich aus im Nationalpark Eifel: Parkranger Roland Wollgarten.

Bis dahin, so erzählt der Parkranger, Roland Wollgarten, soll er zu einem Buchenmischwald werden. So sahen die alten Wälder hier nämlich aus. Der Film erzählt, wie die Eifel vor 200 Jahren aussah und dann durch die Preußen verändert wurde. Er besucht die Wildnis-Schule von Uwe Beltz bei Dahlem. Der Survivaltrainer nutzt die Natur um ausgepowerte Großstädter wieder fit zu machen.

Chancen und Herausforderungen

"Die Eifel lebt" zeigt die Chancen und die Herausforderungen der Veränderungen in der Region im Naturschutz wie im Tourismus. Der Film entdeckt die neue Attraktivität der Region und räumt mit alten Klischees auf, indem er Menschen zu Wort kommen lässt, die auf ihre Weise Eifler Erfolgsgeschichten erzählen. Etwa der Hobby-Astronom Harald Bardenhagen. Für ihn sind Eifler Sternennächste so schutzwürdig wie seltene Pflanzenarten für den Park-Ranger.

Orgelbauer vor einer historischen Kirchenorgel

Seit drei Generationen: der Hellenthaler Orgelbauer Weimbs.

"Die Eifel lebt" zeigt das Kloster Maria Laach und die umliegenden Maare. Auf der einen Seite erfolgreiche Vermarktung mit Biohof und eigener Fischerei Im See, auf der anderen Seite die wunderschöne Landschaft, in der kleinen Schönheitsfehler, Blasen im Wasser, eine vorhandene Aktivität von Vulkanismus anzeigen.  Die Eifel lebt - auch in ihrer Tiefe.

Ein Film von Joerg Siepmann (Regie) und Rüdiger Heimlich (Buch)
Redaktion: Barbara Schmitz und Thomas Kamp

Stand: 13.07.2017, 16:38

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