Herr Direktor und Herr Pfarrer: Zwei Kandidaten für die AfD

Herr Direktor und Herr Pfarrer: Zwei Kandidaten für die AfD

Ein Film von Julia Friedrichs und Jörg Laaks

Helmut Seifen ist Leiter des einzigen Gymnasiums der Kleinstadt Gronau im Münsterland. Axel Bähren aus Nettetal war bis zu seiner Pensionierung vor zwei Jahren Gefängnispfarrer der evangelischen Kirche.

Nun bewerben sich die beiden für ein neues Amt: Sie wollen für die Alternative für Deutschland in den NRW-Landtag einziehen, haben aussichtsreiche Listenplätze. Der Film begleitet beide Kandidaten im Wahlkampf und fragt: Geht das zusammen? Passt das Engagement in einer Partei, die als populistisch gilt, zum bürgerlichen Leben in einer kleinen Gemeinde? Und wie reagieren die Schüler und Lehrer, die Glaubensbrüder in der Kirche? Gelingen Gespräche oder ist die Kluft zu tief? 

Axel Bähren

Axel Bähren im Gespräch mit einem möglichen AFD-Wähler. „Zuhören“ gehört zum Credo der AFD.

Pfarrer Axel Bähren formuliert ganz selbstbewusst: „Wenn schon ein Pfarrer für die AfD kandidiert, ist es unmöglich, uns in die rechte Ecke zu schieben.“ Aber wie geht er um mit den Rechten in der AfD?

Helmut Seifen

Helmut Seifen, Direktor des Werner-von-Siemens-Gymnasiums in Gronau, will Direktkandidat für die AFD werden.

Den Autoren gelingt mit dem Film eine intime Einsicht in das Umfeld, das die AfD trägt. Gleichzeitig beobachtet die Reportage genau die Reaktion der Gesellschaft, die die neue Partei umgibt. 

Autoren: Julia Friedrichs und Jörg Laaks
Redaktion: Jo Angerer

Stand: 28.03.2017, 17:11

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12 Kommentare

Neuester Kommentar von "Hans Schöpper", 21.04.2017, 12:13 Uhr:

Ich ziehe meinen Hut vor dem Mut von Herrn Helmut Seifen und dem Pfarrer Axel Bähren. Beide haben erkannt, dass uns die Politik von CDU-CSU/SPD/Grünen immer tiefer in´s Chaos stürzen. SPD-Grüne haben das Rentenniveau auf erbärmliche 43 % abgesenkt und stürzen damit bewusst hunderttausende heute 50jährige und jünger in die Altersarmut. An Riester ist nur Herr Riester reich geworden. SPD-Grüne haben rückwirkend die über Jahrzehnte eingezahlten Beträge in Pensionskassen der Besteuerung und der Krankenkassenpflicht unterworfen. Das ist Betrug. Und diese Leute wollen uns heute etwas von sozialer Gerechtigkeit erzählen. Merkel hat diesen Betrug in 12 Jahren Amtszeit nicht korrigiert. Wie un-christlich und un-sozial ist das denn ? Und das Chaos im Nahen Osten haben den Schröder/Fischer u. Merkel mit angerührt, indem sie deutsche Soldaten in fremde Länder schickten und Terroristen in Syrien und Libyen unterstützen, damit die aus säkular regierten, wohlhabenden Ländern Schlachthäuser mache ...

Kommentar von "Arne Albrecht", 20.04.2017, 16:21 Uhr:

Die werden ja wie Wundertiere oder Grenzgänger dargestellt. Wahrscheinlich treiben sie die gleichen Befürchtungen um bezüglich der langfristigen Entwicklungen des Euros, der Eurozone und der sozioökonomischen Verwerfungen, die sich aus der völlig unkontrollierten Zuwanderung ergeben werden, wie den normalen AfD-Unterstützer. Das Bewundernswerte ist nur ihre Offenheit bezüglich ihrer politischen Präferenzen. Wissen wir doch, dass sämtliche "demokratischen" Kräfte unseres Landes das nicht immer goutieren. Ich hoffe nur, dass sie keinen physischen und materiellen Schaden erleiden.

Kommentar von "stefan n.", 20.04.2017, 15:40 Uhr:

Dieses Land ist krank, sehr krank und nur die AFD kann es noch heilen

Kommentar von "Mario Daldrup", 20.04.2017, 07:58 Uhr:

Besonders "interessant" fand ich Herrn Seifens Vermutung, dass die Demonstranten in Ahaus "herangekarrt" worden seien. Lieber Herr Seifen, ich muss Sie leider enttäuschen. Die Demo bestand zum überwiegenden Teil aus Ahausern und Bürgern aus umliegenden Orten. Auch aus den anderen Szenen der Dokumentation kann man eigentlich nur einen Schluß ziehen: Die Münsterländer wollen mit der AfD und Ihrer menschenverachtenden Programmatik nichts zu tun haben, und das ist gut so.

Kommentar von "Hergen", 20.04.2017, 01:19 Uhr:

Seitdem Höcke in der AFD den Ton angibt, sollte sich jedes AFD-Mitglied zurecht den Vorwurf gefallen lassen, einer rassistischen, xenophoben und "völkisch-identitären" Partei anzugehören. Da hilft es auch nicht, dass es einzelne Parteimitglieder anders sehen - die Partei bleibt dennoch (erkannbar an öffentlichen Auftritten, Aussagen, Interviews, Vernetzungen mit rechtsradikalen Strömungen, "Partei-Skandalen", usw) - rassistisch, xenophob, homophob, frauenfeindlich, unterschwellig antisemitisch, in Teilen antidemokratisch & autoritär und verleugnet & verklärt die deutsche Geschichte.

Kommentar von "Walter Stüdle", 19.04.2017, 22:33 Uhr:

Hallo, Eine solche Plattform der AFD zu bieten ist völlig unnötig.Wir sollten den Parteitag abwarten. Mir wird Angst und bange wenn Lehrer und Schulleiter und Pfarrer mit den gezeigten Argumenten und unredlichen Mitteln Wahlkampf betreiben.

Kommentar von "Niemals AfD", 19.04.2017, 02:50 Uhr:

Ein Helmut Seifen (Gymnasium-Direktor) und ein Axel Bähren (Pfarrer) sollten sich von einer AfD distanzieren ( Sammelgut-Partei). Oder sucht die AfD mit Hilfe dieser Amtsbewerber nach Wahl- Lemmingen? Im Sinne von: wenn ein Direktor und Pfarrer für die AfD antritt????? ...Niemals AfD...

Kommentar von "Michael, M.", 12.04.2017, 20:41 Uhr:

In dem Zusammenhang sollten Sie - die Mitglieder der Redaktion - sich einmal intensiv mit dem Populismus-Begriff beschäftigen, um vielleicht doch zu erkennen, dass mitnichten ein Alleinstellungsmerkmal der AfD erkennbar ist. Faire Berichterstattung, gerade kritische Begleitung der uns Regierenden möchte ich von Ihnen einfordern.

Kommentar von "Anton", 09.04.2017, 08:28 Uhr:

Halten die Kandidaten ihre Reden in Kisuaheli?

Kommentar von "Detlev Hensches", 08.04.2017, 19:49 Uhr:

Die Polizei soll berichten, wie viele Autos der AFD Mitglieder von den Linken Gegendemo-Verbrechern wieder demoliert oder beschädigt wurden

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