Das Porno-Imperium - Die neuen Spielregeln der Sex-Industrie

Das Porno-Imperium - Die neuen Spielregeln der Sex-Industrie

Ein Film von Ovidie

Vor einem Porno-Dreh in Budapest: Darsteller und zwei junge Darstellerinnen aus Polen und Russland beim „small-talk“.

Vor einem Porno-Dreh in Budapest: Darsteller und zwei junge Darstellerinnen aus Polen und Russland beim „small-talk“.

Pornhub, YouPorn oder Mydirtyhobby gehören zu den beliebtesten Webseiten der Welt. Viele davon sind im Besitz von „Manwin“, eines einzigen multinationalen Unternehmens, das es geschafft hat, den herkömmlichen Markt der Sex-Filmindustrie zusammenbrechen zu lassen. Wer steckt hinter dem Unternehmen, das den Porno-Markt erschüttert hat? Wie konnte es so mächtig werden? Ovidie sucht nach Antworten.

Nie zuvor wurde so viel Pornografie konsumiert wie heute. Grund sind sogenannte „tube-sites“, auf denen Pornomacher ihre Videos online stellen: Seiten wie Pornhub, YouPorn oder Mydirtyhobby gehören zu den beliebtesten Webseiten der Welt. Viele davon sind im Besitz von „Manwin“, eines einzigen multinationalen Unternehmens, das es geschafft hat, den herkömmlichen Markt der Sex-Filmindustrie zusammenbrechen zu lassen.

Porno-Produzent Pierre Woodman bei der Arbeit: “Ich musste die Filme billiger machen.”

Porno-Produzent Pierre Woodman bei der Arbeit: “Ich musste die Filme billiger machen.”

Die französische Filmemacherin Eloïse Becht alias Ovidie erzählt einen Wirtschaftskrimi, der an Orten wie Budapest, Montreal, New York und Berlin den Spuren des neuen Porno-Giganten folgt. Und die Geschichten eines Aufstiegs erzählt, an dem einst auch Fabian Thylmann aus Aachen seinen Anteil hatte. Der Computer-Fachmann hatte besser als erfahrene Porno-Unternehmer verstanden, welche Chancen das Internet bot. Er fing beim Neuling „Manwin“ an, köderte Nutzer mit (oft) kostenlosen Pornos und trieb so die alte Porno-Welt in den Ruin. Bis die Steuerfahndung kam und ihm zusetzte.

Deutsches Ehepaar bei Arbeiten für einen Porno-Clip: Eine Dachwohnung in Münster.

Deutsches Ehepaar bei Arbeiten für einen Porno-Clip: Eine Dachwohnung in Münster.

Ovidie, einst selbst Porno-Darstellerin, erzählt aber auch die Geschichten der Frauen in der sich wandelnden Sex-Industrie. In drastischen Bildern und brutalen Dialogen wird deutlich, was das neue Zeitalter für die jungen Frauen aus Osteuropa bedeutet, die zum Beispiel in Budapest noch klassische Pornos drehen. Ein Ehepaar aus Münster „arbeitet“ dagegen schon für eine der neuen Plattformen im Internet – beim Unternehmen bleiben 78 Prozent der Einnahmen kleben, findet Ovidie heraus.

Autorin Ovidie (r) mit Mike South, Kenner der Szene, Zeuge des Secret Service. Ihm wurde Schweigegeld angeboten – aber es gab auch Morddrohungen.

Autorin Ovidie (r) mit Mike South, Kenner der Szene, Zeuge des Secret Service. Ihm wurde Schweigegeld angeboten – aber es gab auch Morddrohungen.

Wer steckt hinter dem Unternehmen, das den Porno-Markt erschüttert hat? Wie konnte es so mächtig werden? Ovidie sucht nach Antworten.

Autorin: Ovidie
Redaktion: Norbert Hahn

Stand: 25.07.2017, 10:49

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4 Kommentare

Neuester Kommentar von "HansPeterdergroße", 08.09.2017, 14:05 Uhr:

Pornos sind toll.

Kommentar von "Jan", 06.09.2017, 19:40 Uhr:

Scheint ja nicht mehr anstößig zu sein, wenn sogar für die B-Wahl mit Porno-Spots, Wähler gewonnen werden wollen.

Kommentar von "elmar schäfer", 06.09.2017, 19:09 Uhr:

also wer sich vergnügen will, der sollte ins Bahnhofsviertel gehen

Kommentar von "Hengst69", 06.09.2017, 12:14 Uhr:

Ich gucke gerne Pornos. Free Pornos für alle.