Tante Emma in Geldern

Tante Emma in Geldern

Klopapier, Gemüse, Wein, frische Brötchen – und alles in einem Laden direkt um die Ecke. So war das früher in jedem Dorf. Doch die Erfindung des Supermarkts bedeutete für viele kleine Geschäfte das Aus. Sebastian Kleinen aus Pont sah das nicht ein. Am beschaulichen Niederrhein haben er und sein Bruder Benjamin in einer alten Bankfiliale einen Dorfladen eröffnet.

Weil nämlich ein Tante-Emma-Laden viel mehr ist als ein Lebensmittelgeschäft. Er ist eine Institution, die die Gemeinschaft stärkt. Und weil das so ist, wünschte Sebastian Kleinen sich manchmal, dass ein Tag in Pont bei Geldern 30 Stunden hätte. Kaffee, Gemüse und Zahnpasta. Alles da. Seit einem Jahr. Fast 3000 Artikel gibt’s hier – von Schulheften bis Elektrobedarf. Und das ist längst nicht alles. Vernetzen ist Trumpf. In Gesprächen ebenso, wie übers Internet.

"Tante Emma" liegt bei den Kleinens in den Genen. Schon der Opa besaß in Neukirchen-Vluyn einen solchen Dorfladen, in dem die Mutter von Sebastian und Benjamin als Mädchen halbe Tage verbrachte. Damit war es dann in den 1970ern vorbei, als die ersten Discounter öffneten.

Einkaufen ohne Auto

Jetzt setzen die Enkel die Tradition fort. Den Dorfladen haben sie gegen die Verödung ihres Wohnorts gegründet, und um die Nahversorgung zu gewährleisten. Nach dem Motto: Einkaufen im eigenen Ort, ohne das Auto zu bewegen.

Eigene Backstube

Als zusätzliches Schmankerl backt Benjamins Ehefrau, eine ausgebildete Konditorin, feine Kuchen und Torten in ihrer eigenen Backstube – über dem Tante-Emma-Laden von Pont.  

Stand: 11.08.2017, 06:00

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