Rettet das Huhn

Rettet das Huhn

Nicole Urbantat aus Mülheim hat ein großes Herz für Hühner. Als Helferin des Vereins "Rettet das Huhn e.V." holt sie „ausgediente“ Legehennen aus Massentierhaltungen und rettet sie so vor dem Schlachthof.

Ein Huhn betrachtet ein Ei auf einem Bauernhof mit Freilandhaltung

Das wertvolle Hühnerei.

Wir essen sie alle gerne: Eier zum Frühstück. Die Hühner, die diese Eier aus Massentierhaltung legen, „arbeiten“ dafür im Akkord. Doch was passiert eigentlich mit den Lege-Hennen, wenn sie nicht mehr so viele Eier legen? Nicole Urbantat aus Mülheim hat diese Frage zu ihrem Lebensthema gemacht.

Nicole Urbantat war schon immer im Tierschutz aktiv. Seit knapp zehn Jahren engagiert sich die Tanzlehrerin ganz besonders für Legehennen in Massentierhaltungen. Sie kämpft dagegen, dass die Hühner nach rund einem guten Jahr „Eierlege-Akkordarbeit“ auf dem Schlachthof landen, weil sie nicht mehr produktiv genug sind. Nicole Urbantat ist aktives Mitglied und Helferin im Verein „Rettet das Huhn e.V“ und ermöglicht den oft stark gebeutelten Hühnern noch ein schönes Leben auf der grünen Wiese – bei sich zu Hause, aber auch bei anderen Privatpersonen in ganz Deutschland.

Legebatterie

Das ungerechte Leben der Hühner.

Hühner als Haustiere

Von wegen "dummes Huhn" - das Huhn ist gesellig, freundlich und hat ein angenehmes Wesen. Das entdecken immer mehr Menschen und halten Hühner. Neben den frischen Bio-Eiern gibt es noch viele weitere Gründe für das Haustier Huhn.

Hühner als Haustiere

Von Anja Friehoff

Von wegen "dummes Huhn" - das Huhn ist gesellig, freundlich und hat ein angenehmes Wesen. Das entdecken immer mehr Menschen und halten Hühner. Neben den frischen Bio-Eiern gibt es noch viele weitere Gründe für das Haustier Huhn.

Hühner im Stall

Hühner haben eine feste Rangordnung, die regelt, wer zuerst fressen darf und wer den besten Schlafplatz hat. Einmal geklärt, verläuft das Zusammenleben friedlich. Ein Huhn kann sich maximal 50 andere Hühner einprägen.

Hühner haben eine feste Rangordnung, die regelt, wer zuerst fressen darf und wer den besten Schlafplatz hat. Einmal geklärt, verläuft das Zusammenleben friedlich. Ein Huhn kann sich maximal 50 andere Hühner einprägen.

Der bundesweite Verein „Rettet das Huhn“ übernimmt Hühner aus Legebatterien, die „ausrangiert“ und getötet werden sollen, und vermittelt sie an Tierfreunde. So haben jährlich mehrere tausend Hühner die Chance auf ein gutes Leben, mit Auslauf, Luft und Licht.

Hühner haben natürlich Ohren, aber sie sind nicht sichtbar, denn sie liegen direkt hinter dem Auge. Hühner können übrigens sehr gut hören, und mehr als 30 verschiedene Laute unterscheiden.

Hühner gelten als Kleintiere und so sind für die Haltung keine besonderen Genehmigungen nötig. Wer allerdings auch einen Hahn halten möchte, sollte die Nachbarn fragen, wie locker sie es mit dem frühmorgendlichen Krähen sehen. Denn Ruhestörung kann schnell zum Problem werden.

In der Schnabelspitze des Huhns sitzt der sehr differenzierte Tastsinn, ihr Hauptsinnesorgan, mit dem sie die Welt wahrnehmen. Deshalb ist es absolute Tierquälerei, wenn man Hühnern den Schnabel kürzt!

Hühner haben ein ausgeprägtes soziales Verhalten, sie sind neugierig, ärgern mal gerne ihre Artgenossen und lieben es, die Welt zu erkunden. Deshalb sollte man ihnen einen umzäunten, nicht zu kleinen Auslauf ermöglichen.

Neun Jahre ist ein hohes Alter für ein Huhn, je nach Rasse. Selbst Hühner, die mit vielen Gebrechen aus der Massenhaltung gerettet werden, können sich bei guter Pflege erholen und auch neun bis zehn Jahre alt werden. Wie dieses Huhn.

Durch das Gewicht des Huhns krümmen sich die Zehen um die Stange, dabei spannt sich die Sehne am hinteren Hühnerbein. Die Sehne macht die ganze Arbeit, es werden keine Muskeln angespannt, deshalb wird das Huhn auch nicht müde dabei.

Gegen Parasiten und zur Federpflege buddelt sich das Huhn ein Loch und reibt sich im Sand. Daher sollte auch ein entsprechend weicher Boden vorhanden sein oder Sand zur Verfügung stehen.

Oft ist es – zum Beispiel wegen der Nachbarschaft – nicht möglich, einen Hahn zu halten. Aber auch ohne Hahn können die Hühner glücklich leben. In einer hahnlosen Hühnerschar übernimmt eine ranghohe Henne die Chefposition. Besonders dominante Hennen können das Treten und Krähen des Hahns imitieren.

Stand: 26.07.2017, 06:00

Weitere Themen

Unsere Videos