Von der Römersandale zum Gummistiefel - die Geschichte hinter Ihrem Schuh

Von der Römersandale zum Gummistiefel - die Geschichte hinter Ihrem Schuh

Sandale, Hausschuh, Budapester - lesen Sie hier, wie spannend Schuhgeschichte sein kann.

Sandalen, Zehentrenner und Plateaudamenschuhe in einem Schuhgeschäft

Sandale

Schon die alten Römer wussten sie zu schätzen, bis heute ist sie einer der meistgetragenen Schuhe der Welt: die Sandale. Hergestellt aus Kork, Holz, Leder, Stroh oder sonstigen Materialien begeistert der luftige Riemenschuh Millionen Menschen. In westlichen Industrienationen ist die Sandale schon seit dem frühen 19. Jahrhundert mehr als nur ein Schuh: Gesellschaftliche Randgruppen nutzen sie häufig als Symbol, um sich vom Establishment abzugrenzen.

Sandale

Schon die alten Römer wussten sie zu schätzen, bis heute ist sie einer der meistgetragenen Schuhe der Welt: die Sandale. Hergestellt aus Kork, Holz, Leder, Stroh oder sonstigen Materialien begeistert der luftige Riemenschuh Millionen Menschen. In westlichen Industrienationen ist die Sandale schon seit dem frühen 19. Jahrhundert mehr als nur ein Schuh: Gesellschaftliche Randgruppen nutzen sie häufig als Symbol, um sich vom Establishment abzugrenzen.

Turnschuh

Aus der Sporthalle in den Alltag - der Turnschuh hat seit seiner Erfindung im 19. Jahrhundert eine steile Karriere hingelegt. Nicht ganz unschuldig an dieser Entwicklung ist James Dean, der sich in den 1950er Jahren regelmäßig in Turnschuhen fotografieren ließ. Teenager auf der ganzen Welt taten es ihrem Idol gleich und machten den Turnschuh so zum stylishen Alltagsbegleiter.

Hausschuh

Schon seit der Antike gehört der Hausschuh in vielen Regionen der Welt einfach dazu. Vom Holz-Clog bis zum gemütlichen Filzpantoffel entwickelten sich die verschiedensten Stile. Die Japaner tragen bis heute sogar zwei unterschiedliche Hausmodelle: Für den Gang auf die Toilette tauschen sie den gewöhnlichen Hausschuh gegen spezielle Toilettenschuhe.

Mokassin

Der Mokassin ist einer der ältesten Schuhe der Welt. Den Weg über den großen Teich fand der Indianerschuh allerdings erst im 18. Jahrhundert, als amerikanische Siedler ihn zu ihren Verwandten nach Europa schickten. Bis heute wird er wegen seiner leichten und gemütlichen Bauweise gerne als Hausschuh eingesetzt.

Badeschuh

Nachdem der wasserunempfindliche Kunststoff-Schuh lange Zeit ausschließlich zum Schutz gegen Fußpilz und Hautverletzungen durch spitze Steine oder Muscheln getragen wurde, hat der Flip Flop den Funktionsschuh revolutioniert. In heißen Sommern ist er heute weder von der Strandpromenade, noch aus den Innenstädten dieser Welt wegzudenken.

Schnabelschuh

Der Legende nach erfand Graf Fulko von Anjou den Schnabelschuh im Jahr 1090, da sonst kein Schuh über seine deformierten und ungewöhnlich langen Füße passte. Groß in Mode kam der Schnabelschuh rund 500 Jahre später, als Adlige in ganz Europa ihren Wohlstand und die soziale Stellung durch die riesigen Schuhspitzen zur Schau stellten - aus dieser Zeit stammt auch die Redensart „auf großem Fuß leben”.

Ballerina

Seinen Namen verdankt der Ballerina-Schuh der Ähnlichkeit zu den Spitzenschuhen im Ballett. Salvatore Capezio entwickelte den Schuh Ende des 19. Jahrhunderts in New York, bevor er 1949 durch die Abbildung auf einer Modezeitschrift den endgültigen Durchbruch schaffte. Prominente Ballerina-Fans in den Folgejahren waren Brigitte Bardot und Audrey Hepburn, die mit dem zierlichen Schuh ihre Beinlinie optisch verlängerten.

Budapester

Der originale Herrenschuh mit dem klassischen Lochmuster wird seit dem späten 19. Jahrhundert in der ungarischen Hauptstadt Budapest hergestellt. Schuhmacher verkaufen ihn hier allerdings nicht unter dem Namen Budapester, sondern als „Karlsbader”.

Pumps

Zur Zeit seiner Erfindung vor rund 400 Jahren war der Pumps ein Schuh für beide Geschlechter. Bis in die erste Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts trugen Frauen und auch Männer den Schuh zum Tanzen und zum Imponieren. Nachdem Straßen und Bürgersteige über die Jahrzehnte immer besser wurden, zog der Absatzschuh auch in den Alltag. Mehr und mehr wurde er zum reinen Frauenschuh.

Plateauschuh

Schon seit Jahrhunderten ist der Plateauschuh in vielen Kulturen Asiens und Afrikas weit verbreitet. Immer wieder erlebt er auch in der europäischen Mode eine Renaissance. So durfte der Plateauschuh in den 1970er Jahren wohl in keinem Schrank fehlen und auch in den 1990er Jahren „zauberte” der Schuh so manchen Teenager ein paar Zentimeter größer .

Chelsea-Boot

In den 1830er Jahren erfand J.S. Hall, der Schuhmacher von Königin Victoria, den Chelsea-Boot in London. 130 Jahre später gelang dem Schuh in leicht abgeänderter Form (geschwungener Absatz und sehr eng zulaufende Spitze) unter dem Namen Beatle-Boot der Durchbruch. Die vier Pilzköpfe aus Liverpool trugen den Schuh regelmäßig auf der Bühne und entfachten so einen wahren Modehype.

Espadrilles

Der traditionelle Sommerschuh aus Mallorca verdankt seinen Namen dem Espartogras. Aus diesem Steppengras stellen Schuhmacher die Sohle des Schuhs her. Seinen Durchbruch feierte der Schuh in den 1980er Jahren, als US-Seriendetektiv Don Johnson in der Serie Miami Vice regelmäßig mit dem leichten Stoffschuh durch Florida spazierte. Bis heute werden die Schuhe häufig unter dem falschen Namen Espandrillos verkauft.

Gummistiefel

Schon die Urvölker Südamerikas bastelten sich Gummistiefel, indem Sie Ihre Stoffschuhe mit dem Kautschuksaft des Gummibaums tränkten. In Europa löste der wasserabweisende Gummischuh erst im 19. Jahrhundert den Holzschuh für die Arbeit im Freien ab, als Charles Goodyear eine Methode entwickelte, die den Stiefel weniger klebend und dauerhaft elastisch machte. Neben seinem Einsatz zu Arbeitszwecken entwickelte sich der Gummistiefel in den vergangenen Jahren zunehmend zum knallig-bunten Modeaccesoire für Frauen.

Stand: 07.02.2017, 13:33 Uhr