Kampagne gegen Gewalt an Frauen

Protest auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz

Kampagne gegen Gewalt an Frauen

Nach Angaben der UN wird jede dritte Frau auf der Welt in ihrem Leben zum Opfer von physischer oder sexueller Gewalt. "One Billion Rising" wendet sich dagegen. Seit Silvester hat das Thema in Köln besondere Bedeutung. In Köln tanzten Hunderte auf dem Bahnhofsvorplatz.

Belästigt, geschlagen, vergewaltigt: Insgesamt, sagen die Vereinten Nationen, sind weltweit mehr als eine Milliarde Mädchen und Frauen davon betroffen. Täter sind in den meisten Fällen Lebenspartner oder männliche Familienmitglieder. Seit 2012 rückt eine internationale Kampagne das Problem in den Fokus: "One Billion Rising" - zu Deutsch etwa: eine Milliarde erhebt sich. Die Kampagne fordert am Valentinstag weltweit eine Milliarde Frauen auf, rauszugehen, zu tanzen und sich zu erheben, um ein Ende von Gewalt zu fordern.

Köln tanzt auf dem Bahnhofsvorplatz

Auch in Deutschland beteiligten sich am Sonntag (14.02.2016) etliche - unter anderem in Köln. Die Kölnerinnen tanzten auf dem Bahnhofsvorplatz - auf dem Platz, auf dem an Silvester etliche Frauen Opfer von Straftaten geworden waren. Bisher wurden im und um den Kölner Hauptbahnhof mehrere Hundert Straftaten bekannt, viele davon wegen sexueller Nötigung.

Ende 2015 war auch ein deutsches Video über einen Song zur Kampagne aufgenommen worden. Bei Twitter gibt es unter den Hashtags OneBillionRising und #1BillionRising Bilder von Aktionen auf der ganzen Welt.

Die Idee kommt aus New York

Die New Yorker Dramatikerin, Künstlerin und Feministin Eve Ensler rief die Bewegung ins Leben. Am Valentinstag 2013 versammelten sich erstmals Millionen Menschen weltweit, um tanzend und trommelnd Gleichberechtigung in einer überwiegend noch immer patriarchalisch geprägten Welt einzufordern.

Stand: 14.02.2016, 12:32

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