Brände auf Sardinien und Teneriffa Muss ich ins Feuer fahren?

Die Urlaubsinseln Teneriffa und Sardinien brennen und viele Menschen fragen sich, ob sie ihre Reise überhaupt antreten sollen. Stornierungen sind im Falle der Inseln jedoch zurzeit ausgeschlossen: Zwei große Reiseveranstalter sagen, bisher seien ihre Gäste und Ferienanlagen nicht betroffen.


Brand auf den Kanarischen Inseln
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Brände wüten auf Teneriffa und Sardinien

"Im Falle höherer Gewalt - das sind Naturkatastrophen oder auch politische Unruhen - sind kostenlose Stornierungen möglich, aber nur wenn wir als Reiseveranstalter unsere Leistungen vor Ort nicht erbringen können", erklärt Matthias Brandes von Thomas Cook. Es gebe aber keine Regeln oder Gesetze, die genau beschreiben, wie nah ein Feuer oder Sturm am Urlaubsort wüten darf. Wenn also Hotel und die Infrastruktur vor Ort nicht betroffen sind, muss der Urlaub angetreten werden. "Die Brände auf Teneriffa und Sardinien sind unter Kontrolle, unsere Gäste sind nicht betroffen: Also gelten die üblichen Storno-Regeln", so Brandes. Das bedeutet: Bis zum 31. Tag vor Reisebeginn fallen Stornogebühren von 20 Prozent des Reisepreises an. Eine Woche vor Abreise sind es noch 65 Prozent und am Tag der Abreise selbst 95 Prozent. Ein ungutes Gefühl oder Angst, die Brände könnten sich ausbreiten, reichen nicht aus für eine kostenlose Stornierung.

"Kein Grund, Ferienregion zu vermeiden"


Urlaub stornieren
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Touristen können Ausflüge umbuchen

Auch Susanne Stünckel vom Reiseveranstalter TUI bestätigt: "Auf beiden Inseln wurden keine Gäste beeinträchtigt. Auf Sardinien war nur eine Schnellstraße von Cagliari nach Olbia betroffen. Auf Teneriffa mussten einzelne Ausflüge zum Teide Nationalpark abgesagt werden." Touristen buchen die Ausflüge beim Veranstalter direkt vor Ort, können also leicht umbuchen oder ihr Geld zurück bekommen. "Es besteht überhaupt kein Grund, die Ferienregion zu meiden", so Stünckel.

Die meisten Urlauber buchen um

Wann "höhere Gewalt" vorliegt, ist pauschal schwer zu beurteilen. "Ein sicheres Indiz ist eine Reisewarnung vom Auswärtigen Amt", so Stünckel von der TUI. "Die meisten unserer Kunden wollen aber ihren Urlaub gern antreten. Das heißt, sie stornieren nicht, sondern buchen lieber um oder verschieben die Reise."


Stand: 17.07.2012, 17.00 Uhr