Immer wieder Unfallflucht Warum die Verursacher so oft einfach abhauen

Warum hauen Menschen einfach ab, wenn sie in einen Unfall verwickelt wurden. Rund 110.000 Mal passiert das im Jahr. Selbst bei einem reinen Blechschaden ist das kein Kavaliersdelikt. Nach dem tödlichen Unfall in Rösrath fragen wir nach den Gründen und nach den juristischen Konsequenzen von Unfallflucht. Und wir treffen Menschen, die Angehörige bei einem Unfall mit Fahrerflucht verloren haben.


Einen der spektakulärsten Fälle von Unfallflucht gab es vor knapp einem Jahr in Köln: Im Dezember 2011 raste ein Unfallfahrer bei roter Ampel über eine Kreuzung der Aachener Straße: Sieben Verletzte, eine Frau schwebte in Lebensgefahr. Der Fahrer verschwand, wurde aber später gefasst und veruteilt.

Wir sprechen mit Reiner Seiffert - er hat seinen Sohn bei einem Unfall mit Fahrerflucht verloren. Sein Sohn war im April vor drei Jahren mit den Fahrrad unterwegs auf einer Bundesstraße, als er von einem alkoholisierten Autofahrer ohne Führerschein einfach umgefahren wurde. Der Fahrer flüchtete und erst später nachfolgende Autofahrer fanden den schwerverletzten 26-Jährigen. Er verstarb im Krankenhaus.

Außerdem sprechen wir mit Rechtsanwalt Günter Teborte. Er vertritt regelmäßig Mandanten, die sich unerlaubt von einem Unfallort entfernen und kennt ihre Überlegungen und Erklärungsversuche, die den Opfern nicht helfen.


Stand: 08.02.2013, 18.27 Uhr