Nach dem Todessturz eines Remscheiders: Ausrüster ruft Klettersets zurück
Nach dem tödlichen Klettersteigunfall eines 17-Jährigen aus Remscheid ruft der Allgäuer Bergausrüster Edelrid mehrere Klettersteigsets zurück. Wie der Hersteller in Isny am Freitag (17.08.2012) mitteilte, wurde festgestellt, dass die Bänder bei starkem Gebrauch vereinzelt der Norm-Anforderung nicht mehr entsprechen. Im Falle eines Sturzes könne dies zu schweren Verletzungen bis zum Tod führen.

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Am schwierigen Klettersteig "Direttissima" stürzte der 17-jährige Remscheider zu Tode
Anfang August war der Jugendliche aus Remscheid in Österreich 100 Meter abgestürzt, nachdem sein Klettersteigset gerissen war. Der 17-Jährige hatte zusammen mit einem 32 Jahre alten Mann eine Tour auf dem gesicherten, aber schwierigen Klettersteig "Direttissima" im Gebiet von Walchsee (Tirol) unternommen. Laut Polizei hatten beide keine alpine Ausbildung und keine Erfahrung mit anspruchsvollen Kletterrouten.
Ermittlungen dauern an
Mit dem vorsorglichen Rückruf reagiert Edelrid eigenen Angaben zufolge auf diesen Unfall. Die genaue Unfallursache sei bislang noch nicht geklärt und werde derzeit von Gutachtern geprüft. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauerten noch an.
Edelrid will Klettersets überarbeiten

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6. August 2012: Das Absturzopfer wird geborgen
Dennoch sollten alle Inhaber der vom Rückruf betroffenen Klettersteigsets diese ab sofort nicht mehr benutzen und zur kostenlosen Überarbeitung an Edelrid senden oder bei ihrem Fachhändler abgeben. Edelrid fordert auch Verleiher dringend auf, die betroffenen Klettersteigsets einzusammeln. Betroffen sind insgesamt sieben Klettersteigsets. Verkauft wurden sie in Deutschland, Österreich, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, Tschechien, in der Schweiz und in den Niederlanden.
Stand: 17.08.2012, 16.34 Uhr
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