Angeklickt: Ganz groß im Trend: Unterwegs daddeln
Seit Mittwoch (15.08.2012) ist die Gamescom in Köln der Nabel der Welt – zumindest für alle, die gerne am Computer oder an der Konsole daddeln. Und auch, wenn einige große Hersteller wie Microsoft oder Nintendo der Messe ferngeblieben sind, gibt es eine Menge Trends zu bestaunen. Einer ist: Immer mehr User spielen unterwegs auf Smartphones und Tablets. Netzkenner Jörg Schieb weiß, was hier besonders angesagt ist.
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Spiele für unterwegs
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Spiele für unterwegs
Spielfilm – oder Computerspiel? Das lässt sich heute kaum noch unterscheiden, jedenfalls nicht auf den ersten Blick. Grafik, Sound – die sind heute auch in Computerspielen mindestens auf Hollywoodniveau. Das erwarten Konsolenspieler einfach.
Ganz anders in der Welt der mobilen Spiele. Hier dominieren Games mit niedlicher Grafik, bunten Farben und hübschem Sound. Solche Games verkaufen sich auf Tablets und Smartphones besonders gut.
Hier finden Sie den Beitrag aus der Aktuellen Stunde
Spiele für unterwegs sind derzeit der Trend schlechthin, auch auf der Gamescom. Mobile Gaming wird das genannt – das kleine Spielchen für zwischendurch.
Die Regeln versteht jedes Schulkind
Auf einem Smartphone oder Tablet spielt man aber natürlich ganz anders als zu Hause im Wohnzimmer. Das Display ist kleiner, man kann meist nur ein paar Minuten spielen und muss die Spiele auch durch einfaches Tippen und Wischen bedienen können.
Und deshalb sind vor allem niedliche Spiele erfolgreich. Die Spielregeln versteht auch ein Schulkind innerhalb weniger Sekunden. Trotzdem sind die Spiele anspruchsvoll, vor allem in Sachen Geschicklichkeit.
Mittlerweile schon seit Monaten in den Top Ten: Angry Birds. Hier werden Vögel durch die Gegend katapultiert – was richtig Spaß macht, weil es mit jedem Level schwieriger wird. Oder das Spiel "Cut the rope" - auch hier muss man äußerst geschickt sein.
Herausforderung für geschickte Finger
Die Hersteller lassen sich einiges einfallen, um sich die Besonderheiten von Smartphone und Tablet zunutze zu machen. Bestes Beispiel: "Blueprint 3D". Hier muss der Spieler virtuelle Blaupausen begutachten. Er muss die Strichzeichnungen mit viel Geschick drehen, und zwar solange, bis aus den anfangs wild wirkenden Strichansammlungen eine Zeichnung wird. Das macht Spaß – und natürlich soll man möglichst schnell sein.

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Edna & Harvey: Bizarre Reise durch die Irrenanstalt
Neben Geschicklichkeit ist Humor sehr wichtig. Bei "Edna & Harvey" begleitet der Spieler Edna und ihren sprechenden Stoffhasen Harvey bei ihrer gemeinsamen Flucht aus der Gummizelle. Eine bizarre Reise quer durch die Irrenanstalt… Im besten Sinne verrückt. Auf dem PC oder der Konsole hätten solche Spiele keine Chance. Als Mobile Game für unterwegs sind sie der Renner.
Es gibt übrigens noch einen positiven Aspekt: Die meisten Spiele für Tablets und Smartphones kosten nur ganz kleines Geld, wenige Cent oder Euro. Selbst für die aktuellen Bestseller bezahlt man nicht viel – mehr als fünf Euro muss man so gut wie nie hinblättern. Die meisten Games liegen deutlich darunter.
Einige sind sogar komplett kostenlos – und da fragt man sich schon: Wie geht das? Ganz einfach: Dahinter steckt ein Konzept, das sich "Free2Play" nennt. Free2Play bedeutet: Das eigentliche Spiel ist gratis zu haben. Man kann es beliebig oft und beliebig lange spielen, ohne Einschränkungen.

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Phantasy-Spiel Aion: Kostenfalle lauert
"Free2Play" - aber Extras kosten extra
Allerdings zahlt man für diverse Extras: Virtuelle Güter, die einem im Spiel weiter bringen, nette Extras wie ein Helm in einem Adventure-Spiel oder ein paar schicke virtuelle Möbel. Annehmlichkeiten, die man nicht unbedingt braucht, aber mehr Spaß ins Spiel bringen. Niemand muss sie kaufen – aber viele tun es."
Und so verdienen die Spieleanbieter dann trotzdem am Ende sehr gut. Ein bekanntes Beispiel für Free2Play ist "Aion", ein Spiel, das es auch für den PC gibt. In die virtuelle Traumwelt einzutauchen ist vollkommen kostenlos. Man kann sich umschauen und Abenteuer bestehen. Doch wer zum Beispiel seine Spielfigur aufmotzen will, muss in die Tasche greifen.
Im Onlineshop stehen zahllose Möglichkeiten zur Verfügung, das Aussehen zu verändern. Auch Zauberkräfte, Haustiere oder andere Extras kosten: Die Preise sind zwar in Spielwährung angegeben, doch bezahlt wird am Ende in Euro. Wer nicht aufpasst, ist schnell viel Geld los. Also: Free2Play ist eine feine Sache – wenn man sich zu beherrschen weiß.
Stand: 17.08.2012, 15.00 Uhr
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