Angeklickt Fernsehen und Internet verschmelzen

Seit Freitag (31.08.2012) läuft die Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin. Trend bei der Unterhaltungselektronik: Alles ist miteinander vernetzt. Bis Ende 2012 soll in jedem vierten deutschen Haushalt ein Fernseher mit Internetanschluss stehen. Was das bringt, erklärt Netzkenner Jörg Schieb.


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Das Fernsehen wird schlau

Den letzten Tatort verpasst? Eine interessante Talksendung oder Dokumentation nicht von Anfang an gesehen? Macht nichts: In den Mediatheken von ARD und ZDF kann man sich viele Sendungen und Filme auch später noch anschauen. Kostenlos – im Web. Oder aber mobil – auf dem Tablet. Auch das ist nämlich seit einer Weile möglich.

Hier finden Sie den Beitrag aus der Aktuellen Stunde

Smart-TVs mit WLAN

Fernsehen aus dem Internet wird mehr und mehr zur Selbstverständlichkeit. Dazu muss man sich keineswegs vor den Computer setzen, wie viele meinen. Denn immer mehr Fernseher sind internettauglich. So genannte Smart-TVs sind serienmäßig mit Zugang zum Internet ausgestattet. Sie stellen über WLAN Kontakt zum Netz her – und man kann nicht nur im Wohnzimmer surfen, sondern eben auch Sendungen anschauen, die aus dem Netz kommen.

HbbTV für komfortables Fernsehen


Bei Fernsehern, die mit HbbTV ausgestattet sind, ist das besonders komfortabel. Dank Hybrid Broadcast kann man per Knopfdruck elektronische Programm-Guides abrufen, Sendungen aufnehmen – oder eben in den Mediatheken der Sender stöbern. Auf dem Fernseher erscheinen Bedien-Menüs. Hier kann man komfortabel auswählen, was man sehen möchte.

Aufrüsten mit der Box

Viele neue Fernseher sind heute auf die ein oder andere Weise Smart-TVs. Internettauglich. Man kann seinen vorhandenen Fernseher aber auch nachrüsten. Mit kleinen Boxen, die einfach an den Fernseher angeschlossen werden und ihn so zum Smart-TV machen. Bestes Beispiel: Apple TV. Etwa 100 Euro kostet die winzig kleine Box, die man an jeden modernen Fernseher anschließen kann. Ist das einmal passiert, kann man im Internet surfen. Fotos anschauen. Aber vor allem: online Filme ausleihen. Zwischen drei und fünf Euro kostet es, sich online einen Film auszuleihen. Es gibt sogar Filme in HD-Qualität.

Google TV mit Schwächen gestartet

Zur IFA ist jetzt auch Google TV in Deutschland gestartet. Sony bietet eine Settop-Box mit eingebautem Google TV an: Auch die lässt sich an jeden modernen Fernseher anschließen. Die mitgelieferte Fernbedienung hat in der Rückseite sogar eine Tastatur eingebaut.


IFA eröffnet
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Die IFA zeigt die Trends fürs Wohnzimmer

Allerdings kostet die Settop-Box von Sony rund 200 Euro, doppelt so viel wie die von Apple – kann aber nicht mehr. Im Gegenteil: Man kann damit derzeit nicht mal auf den ebenfalls gerade gestarteten Online-Videoverleih von Google Play zugreifen. Videos lassen sich nur bei Sony online ausleihen. Aber: Es kommt Bewegung in den Markt. Auf der IFA zeigen noch andere Anbieter Settop-Boxen mit eingebautem Google TV – oder Fernseher, die Google TV direkt eingebaut haben.

Die Videothek auf dem Tablet

Aber auch Tablets sind mobile Abspielstationen für Film und Fernsehen. Wer mag, kann sich Filme auf dem Tablet anschauen – auch unterwegs Apple, Google, Microsoft – sie alle bieten mittlerweile in ihren Onlineportalen Filme zum Ausleihen an. Auch für flache Tablet-Rechner. Wer sich einen Film online ausleiht, kann ihn aufs Tablet laden und später unterwegs anschauen. Einmal bezahlt, kann man den Film in der Regel 48 Stunden lang ansehen. Beliebig oft.

Die Auswahl ist stellenweise noch klein

Bei Apple ist der Auswahl an Filmen derzeit am größten. Hier gibt es top-aktuelle Filme, aber auch Dokumentationen und Fernsehserien. Das meiste lässt sich auch auf dem Tablet anschauen. Manche Filme kann man nicht nur ausleihen, sondern auch kaufen – und dann beliebig oft und beliebig lange sehen. Bei Google Play ist die Auswahl noch eher bescheiden. Doch auch, wenn die Auswahl mitunter noch klein ist: Der Trend ist nicht mehr aufzuhalten. Fernsehen und Internet wachsen weiter zusammen.

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Stand: 31.08.2012, 16.48 Uhr