Steinadler - König der Berge?

Steinadler - König der Berge?

Auch wenn er mit „nur“ einem Meter Körperlänge nicht der größte Adler ist – mit seinem golden glänzenden Kopf- und Nackengefieder, dem messerscharfen Raubvogelschnabel und den dolchartigen Fängen bietet der Steinadler einen majestätischen Anblick.

Und wenn er mit seinen rund zwei Meter Flügelspannweite über seinem Jagdrevier Kreise zieht, dann wird verständlich, wieso der Steinadler seit alters her als „König der Vögel“ gilt. Hält er nach Beute Ausschau, müssen sich Schnee- und Birkhuhn, Murmeltier, Hase und Co. in Acht nehmen. Bis zu sechs Kilogramm schwere Beutetiere kann ein Steinadler per Luftfracht zu seinem Horst transportieren.

Beherzte Luftakrobaten

Auf seinen Streifzügen durch die grandiose Bergkulisse seines Jagdreviers, zeigt der Jäger der Lüfte seine außergewöhnlichen Flugfähigkeiten.

Er ist enorm schnell und wendig in der Luft. Bei vollem Tempo dreht er sich auf den Rücken und kann so freche Verfolger wie Kolkraben abschrecken oder sogar erbeuten. Mit seinen unerschrockenen Flugmanövern verteidigt er mutig sein Revier, sogar gegen wesentlich größere Jagdkonkurrenten.

Gnadenloses Privatleben

Jeder Jagderfolg ist wichtig, denn während der Aufzucht der Jungen müssen die Adlereltern ständig Futter herbeischaffen.

 

Herrscht Futterknappheit, tötet das ältere Küken sein jüngeres Geschwisterchen um zu überleben. Selbst bei genügend Nahrung muss das zweitgeborene Adlerjunge hart kämpfen, um bei der Futterverteilung nicht benachteiligt zu werden. Trotz so mancher Adlerfamilientragödie, hat sich der Bestand des Königs der Berge jedoch wieder vergrößert - dank eines in den letzten Jahrzehnten intensiven Steinadler-Schutzprogramms.

Ein Film von Jan Haft

Redaktion: Gabriele Conze 

Stand: 03.08.2016, 11:04

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