Atlantik - Ozean der Extreme: Strom des Lebens

Atlantik - Ozean der Extreme: Strom des Lebens

Ein Buckelwal hebt seine Schwanzflosse aus dem Wasser.

Nordatlantik: Alljährlich ereignet sich im Winter vor der Küste Nordnorwegens ein Naturspektakel. Milliarden von Heringen kommen zusammen, um zu laichen. Ein Schlaraffenland für viele Tiere, die sich von den Fischen ernähren.

Die Unterwasseraufnahme zeigt untersichtig eine Buckelwalkuh mit Kalb.

Buckelwale: Die Kälber kommen in den warmen Gewässern des Südatlantiks zur Welt.

Eine Buckelwalkuh ist extra 4000 Kilometer mit ihrem jungen Kalb quer durch den Atlantik gezogen, um an dem großen Fressen teilzuhaben. Sie hat dabei ein ozeanisches Transportmittel genutzt: den Golfstrom – einer der wärmsten und mächtigsten Ströme der Weltmeere.

Die Meeresautobahn

In der Karibik kommt er, getrieben von den Passatwinden, in Gang und lädt sich in den flachen Gewässern rings um die Inseln mit Sonnenwärme auf.

Ein Buckelwal hebt seinen Rücken aus dem Wasser.

Nordatlantik: Der warme Golfstrom sorgt für heftige Turbulenzen und die Folgen sind: starke Winde und haushohe Wellen.

Die Dimensionen sind gewaltig: Jede Sekunde gelangt Wärme, die einer Milliarde Megawatt  entspricht, aus der Karibik bis in den Nordwestatlantik– mehr als das 2000fache der gesamten Kraftwerksleistung Europas.

Die Reisenden

Nicht nur die Wale nutzen das gigantische Förderband, auch Fächerfische, Lederschildröten, Thunfische und Delfine reisen energiesparend ein Stück weit mit.

EinOrca hebt seinen Rücken aus dem Wasser.

Diese Rückenflosse bedeutet: Gefahr für Buckelwalkälber, denn ein Orca nähert sich.

Ihr Ziel sind stets nahrungsreiche Regionen wie die Ostküste Kanadas oder die Westküsten der Britischen Inseln. Durch Strömungsturbulenzen und starke Winde werden massenweise Nährpartikel aus der Tiefsee in obere Wasserschichten transportiert. Ohne den Golfstrom wäre der Nordatlantik nicht das, was er ist: das nährstoffreichste und zugleich wildeste Meer der Welt.

Ein Film von Andrew Murray

Redaktion: Gabriele Conze 

Stand: 05.12.2016, 11:04

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