Trends für die "Möbel-Europameister"

Trends für die "Möbel-Europameister"

Von Andreas Sträter

Tapeten aus Moos, vernetzte Küchen und Strandkorb-Betten – das sind die Trends von der Internationalen Möbelmesse, die am Montag in Köln gestartet ist. Zwölf Bilder vom Wohnen in der Zukunft.

Einrichtungsmesse Köln

In Köln ist heute (18.01.2016) die weltgrößte Möbelmesse IMM gestartet. Bis Sonntag (24.01.2016) zeigen 1.200 Aussteller aus 50 Ländern in den Messehallen, wie sich die Branche das Wohnen in der Zukunft vorstellt. Jeder Deutsche gibt im Schnitt etwa 400 Euro pro Jahr für seine Möbel aus. Das sind 16 Euro mehr als noch im vergangenen Jahr. Damit sind die Deutschen Europameister im Möbelkauf.

In Köln ist heute (18.01.2016) die weltgrößte Möbelmesse IMM gestartet. Bis Sonntag (24.01.2016) zeigen 1.200 Aussteller aus 50 Ländern in den Messehallen, wie sich die Branche das Wohnen in der Zukunft vorstellt. Jeder Deutsche gibt im Schnitt etwa 400 Euro pro Jahr für seine Möbel aus. Das sind 16 Euro mehr als noch im vergangenen Jahr. Damit sind die Deutschen Europameister im Möbelkauf.

In diesem Jahr sind natürliche Materialien im Trend, so Messesprecher Markus Majerus. Wer wie in einem Wald wohnen möchte, der kann sich Tapeten aus Moos an die Wand kleben. "Das Moos stammt aus skandinavischen Wäldern, es wird erst gereinigt, dann konserviert und später noch eingefärbt", erklärt Myriam Tranzer von der Herstellerfirma aus Berlin. Der leichte Moos-Duft verfliege über die Jahre. Ebenfalls gefragt seien Wände aus echter Birken-, Pappel- oder Lärchenrinde.

Möbel dürfen ausgefallen sein – und in irgendeiner Weise die Persönlichkeit spiegeln. Auch dieser Trend zeigt sich in Köln, wo bis zum Ende der Messe 120.000 Besucher erwartet werden. Dieses Sofa in Wagenform ist etwas für Oldtimer-Fans. Die Herstellerfirma dieses Möbelstücks bietet aber auch ausrangierte Frisörstühle oder Kinosessel aus Holz für die heimischen vier Wände an.

Dieses Bett wurde mit den Elementen eines Strandkorbs kombiniert: "Das ist wie Urlaub zu Hause", sagt Anne Bergmann von einer Bettenfirma aus Lippstadt (Kreis Soest). Für die Bezüge von Boxspringbetten – das sind Betten, die vornehmlich aus zwei übereinander liegenden Matratzen und einem darüber liegenden Topper bestehen – liegen aktuell Stoffmuster aus den 70-er und 80-er Jahren weit vorne, so die Bettenexpertin. Auch Pastellfarben seien sehr gefragt, so Bergmann.

Skandinavischer Wohnstil ist puristisch und zurückhaltend. "In Deutschland ist diese Stilrichtung sehr gefragt", sagt der Däne Peter Flaskager Laursen. Um mit Möbel-Discountern mithalten zu können, lässt er seine Möbel mittlerweile in Vietnam anfertigen. Für örtliche Möbelhändel ist das Internet ein starker Konkurrent. Der Online-Umsatz mit Möbeln ist im vergangenen Jahr auf rund 7 Prozent gestiegen

Individuell und für jede Wohnungsgröße geeignet: Nach den Entwürfen der Designer sollen Möbel und Sofas wieder kleiner werden, da große Polsterlandschaften nicht in jede Wohnung passen. Angesichts weiter steigender Mieten in den Großstädten will die Branche ihr Angebot so auf zunehmend kleinere Wohnungen ausrichten.

In der Küche soll künftig nichts mehr ohne vernetzte Geräte gehen. In Köln wird eine App gezeigt, mit der sich  insgesamt 109 Geräte steuern lassen. Das funktioniert auch außerhalb der eigenen vier Wände. "Im Büro kann ich zum Beispiel meine Waschmaschine starten. Und wenn ich nach Hause komme, ist die frische Wäsche fertig", sagt Carina Fregin, die für einen großen Haushaltsgerätehersteller arbeitet. In der Küche der Zukunft können auch Herdfeld und Dunstabzugshaube miteinander kommunizieren. Je nach Hitzeentwicklung, programmiert sich dann der Abzug von ganz alleine.

Diese Lampenideen stammen aus Skandinavien. Die Designerin präsentiert in Köln Zapfenformen in reduzierter Ästhetik und auch Lampen aus Federn. Das Skandinavien-Thema zieht sich in Köln durch alle möglichen Wohnbereiche.

Zurückhaltend, aber gleichzeitig auch ziemlich grell ist diese Badewanne aus den Niederlanden. Der Künstler bepinselt die Badmöbel aber erst nach einem Gespräch mit dem neuen Besitzer, erklärt Firmeninhaber Lammert J. Moerman. Aufgegriffen wird dabei auch der Trend der freistehenden Duschen und Badewannen.

SpaStyling – Revolution im Badezimmer? In unseren Badezimmern soll sich mächtig was tun. Statt mit kühlen Fliesen umgeben wir uns in Zukunft angeblich immer mehr mit warm wirkenden Wandmaterialen. Holz im Badezimmer? Mit Hilfe von Schichtstoffplatten können Boden, Wände, Duschen und auch Badewannen umgestaltet werden. Die Platten können auf bereits vorhandenen Fliesen angebracht werden. Das komplett porendichte Material lässt kein Wasser durch und ist zusätzlich kratzfest, fleckenunempfindlich und lichtecht.

Das Badezimmer ist das neue Wohnzimmer - Bilder an der Wand, Kronleuchter an der Decke, ein gemütlicher Sessel in der Ecke. Das Badezimmer der Zukunft soll zum Verweilen einladen. Dazu gehört auch integrierte Technik: z.B. Ablagemöglichkeiten für den Tablettcomputer, um in der Wanne einen Film zu gucken.

Stand: 18.01.2016, 15:39 Uhr