Schlangengrube Bundeswehr? Die Verteidigungsministerin und ihr Krisenmanagement

Schlangengrube Bundeswehr? Die Verteidigungsministerin und ihr Krisenmanagement

Ein terrorverdächtiger Offizier mit mutmaßlich rechtsextremer Gesinnung – die Diskussion um die „Innere Führung“ bei der Bundeswehr – gequälte und erniedrigte Rekruten in etlichen Kasernen: Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) steht gehörig unter Druck.

Nach der Entdeckung des terrorverdächtigen Soldaten Franco A.  hat sie zunächst der Armee allgemein ein Haltungsproblem und Führungsschwäche bescheinigt. Eine ungerechtfertigte Pauschalkritik sagen Oppositionsvertreter und Bundeswehrverband. Die Verteidigungsministerin kämpft um Aufklärung und sie kämpft um ihre eigene Reputation.

Wie sehr hat sie in der Bundeswehr Vertrauen verloren? Hat Ursula von der Leyen mit ihrer Kritik einen Nerv getroffen oder das rechte Augenmaß vermissen lassen? Inwiefern hat die Bundeswehr ein Problem mit rechtsradikal oder rechtsextrem gesinnten Soldaten? Greifen die disziplinarrechtlichen Vorschriften? Verteidigungsministerin von der Leyen sieht sich selbst in der Gesamtverantwortung – wie also ist ihr das Krisenmanagement in den vergangenen Tagen und Monaten gelungen? Wie geht sie mit den anderen großen „Baustellen“ in ihrem Hause um – mit der Ausrüstungsbeschaffung oder der hohen Dauerbelastung der Soldaten durch die Auslandseinsätze?     

Stand: 05.05.2017, 15:51