So nicht! Einen Alterspräsidenten der AfD kann eine selbstbewusste Demokratie locker aushalten.

Georg Restle am 02.06.2017

So nicht! Einen Alterspräsidenten der AfD kann eine selbstbewusste Demokratie locker aushalten.

Von Georg Restle

Jetzt haben sie's also doch getan: Um einen Alterspräsidenten der AfD zu verhindern, hat die Mehrheit des Bundestags mal schnell die Geschäftsordnung geändert.

Bundestag

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Das Kalkül: durchsichtig. Das Motiv: nachvollziehbar. Wer will sich schon von einem Mann repräsentieren lassen, der in der Vergangenheit den Holocaust relativierte?

Und trotzdem: Es ist eine in jeder Hinsicht falsche Entscheidung. Nicht nur, weil sie verlogen begründet wurde und nur Wasser auf die Mühlen des AfD-Opfermythos kippt. Sie ist es vor allem aus demokratischen Gründen. Wer im Bundestag sitzt, darf sagen, was er will, auch wenn es unerträglich ist. So viel Meinungsfreiheit werden wir wohl ertragen. Oder wollen wir künftig Redeverbote für AfD-Politiker?

Es gibt andere Möglichkeiten, Ablehnung zu zeigen - und wenn man den Saal verlässt, wenn Rassisten oder Antisemiten das Wort ergreifen. Deshalb: Macht Euch locker! Die Demokratie ist nicht in Gefahr, nur weil eine ohnehin unbedeutende Funktion von einem AfD-Mann bekleidet wird. Das hält sie aus!

Stand: 02.06.2017, 17:30

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14 Kommentare

Neuester Kommentar von "M. Krüger", 18.06.2017, 09:49 Uhr:

Zum Beitrag von Marina Heckmann: Hallo Marina, aus Ihrem Beitrag lese ich dass angeblich User in sozialen Netzwerken geschrieben haben dass sich angeblich Frau Petry zum Herd begeben sollte. Ich dachte doch, davon dass sich führende AfD-Politiker öffentlich dafür ausgesprochen haben dass Frauen an den Herd gehören, davon hatte ich noch nichts gehört. Was ist verwerflich an einer über Jahrtausend praktizierte Ehe von "Vater, Mutter und Kind/er"? Es ist doch die natürlichste Art der Arterhaltung. Mag sein dass es vor tausende von Jahren, oder Millionen von Jahren, als die Menschheit sich von anderen Säugetieren abspaltete noch keinen Trauschein gab aber es gab so etwas vergleichbares wie Ehen zwischen zwei verschiedengeschlechtliche Menschen. Die Natur hat es nun mal so vorgesehen dass wie Menschen uns zweigeschlechtlich fortpflanzen. Gäbe es diese Art der Fortpflanzung nicht, sondern die Natur hätte nur einen Wert auf lustvolle homose.ualität gelegt gäbe es uns Menschen nicht. O ...

Kommentar von "Marina Heckmann", 17.06.2017, 10:45 Uhr:

hallo..."M. Krüger"... Das war zum gleichen Zeitpunkt, als öffentlich bekannt wurde, das Frau Petry schwanger ist (noch vor dem Bundesparteitag der AfD), und immer wieder von AfD-Redepulten für eine reine, deutsche Ehe (Vater, Mutter, Kind), wie anno dazumal 1939, plädiert wurde. In sozialen Netzwerken und auch bei T-Online.de standen Kommentare von Usern, wie z.B. - sehr gut, dann muss Frau Petry sich ja an den Herd begeben -. ... "alle" Parteien haben das Recht auf Meinungsfreiheit. Wenn sich die AfD endlich von Herrn Höcke etc. etc. distanzieren würde, und vom Sammelgut jeglicher Art des braunen Netzwerkes distanzieren würde... könnte sie vielleicht eine wirkliche blaue Alternative sein!

Kommentar von "Ralf Dieter", 15.06.2017, 17:33 Uhr:

Wenn der Bürger meint, dass er mit seinen Problemen von den Parteien nicht wahr genommen wird, dann wählt er diese nicht mehr. Und wenn eine Partei dummes Zeug oder Unwahrheiten von sich gibt, dann wählt er diese auch nicht mehr. Das hat die FDP mal erfahren müssen. Und das wird auch die AfD erfahren, wenn man sie demokratisch behandelt. Daher aufgepasst liebe SPD & CDSU - Stichworte: Autobahnprivatisierung, Ausländer-Maut, Rentenreform, usw.

Kommentar von "M. Krüger", 15.06.2017, 14:23 Uhr:

Mit Verlaub, wer sagte von der AfD dass "Frauen zurück an den Herd" gehören? Von dieser Aussage hatte ich noch nichts gehört. Es würde mich auch wundern, zumal ein größerer Teil der AfD-Führungsposten von Frauen besetzt ist. Aber einiges hat man von den selbsternannten schärfsten Gegnern der AfD gehört, den Anhängern der links-grün-68er Ideologie. So gibt es Fotos im Internet auf denen zu sehen ist dass Anhänger der Links-Grün-68er Ideologie Deutschland lieber gestern als heute abschaffen möchten. So gibt zum Beispiel ein Foto über einer Demonstration, Beispiel welcher eine grüne Spitzenpolitikerin hinter einem Spruchband herläuft auf dem steht "Nie wieder Deutschland". Auch gibt es im Internet Aufnahmen von Demonstrationen auf dem Anhänger der genannten Ideologie lautstark schreien "Deutschland vier..cke". Auch über Aussagen links-grün-68er Politiker wird im Internet berichtet durch welche ein massiver Zuzug von Ausländern nach Deutschland gefordert wird, folgend für deren Wah ...

Kommentar von "Marina Heckmann", 14.06.2017, 21:48 Uhr:

...hallo "Renate E."... Woher nehmen Sie das Recht zu behaupten, das ich ein zu romantisch verklärtes Weltbild habe? Ich habe mir aus Kulanz den Parteitag der AfD bei phoenix angesehen. Nach der Rede ihres Herrn Meuthen war für mich Schluss, kleinkariertes Weltbild................................................. Meine Grundeinstellung zu pro Asyl und zu einem bunten Deutschland werde ich nicht ändern. AfD-Wähler/Anhänger sind so eingefahren in ihrer Schiene, Kommunikation und Diskussion sinnlos. Ich mag Herrn Höcke nicht. Ich mag Herrn Gauland nicht. Ich mag Herrn Pretzell nicht. Ich mag Frau Storch nicht. Ich mag Frau Petry nicht - aber Frauen gehören ja lt. der AfD zurück an den Herd! ..... Wenn Sie noch was zu kommentieren haben, schreiben Sie bitte an blog.de oder die Redaktion/Herrn Restle..... nicht an mich. Danke!

Kommentar von "Marina Heckmann", 14.06.2017, 00:05 Uhr:

.....hallo "M"..... Das der Bundestag aus Angst vor einem Herrn Gauland mal eben die Geschäftsordnung geändert hat, ist auf jeden Fall ein Schritt in die falsche Richtung. Das hätte der Bundestag in einem demokratischen Deutschland nicht umformulieren dürfen!!!...Und den Saal verlassen, wie Herr Restle meint? Nein! gerade weil eine Demokratie das aushalten muss... Trotzdem werde ich nie ein Wähler der AfD sein. Schade, das man auf diesen Portalen nicht real miteinander kommunizieren, diskutieren kann. Ich würde gern mit Ihnen am Küchentisch sitzen, mit einer Tasse Kaffee; über Politik streiten sollte man nicht, aber sachlich diskutieren könnten wir schon.

Kommentar von "Renate E.", 13.06.2017, 22:43 Uhr:

Bitte, User/in M., die Frau Heckmann wird sich kaum beeinflussen lassen von unseren Befürchtungen, wir könnten in einigen Jahren Zustände bekommen, wie die in Südafrika herrschenden. Wer sich zu "BUNT" bekennt, der hat ein zu romantisch verklärtes Weltbild, der ist nicht mal zu einem intensiven Blick in solche Länder bereit, wo "gemischtes Leben" schon lange vorhanden ist. Der ist aber bereit, alle Übertreibungen zu glauben, die man über die AfD verbreitet. Dabei muss man nur deren Programm lesen, nicht auf die Politiker der Altparteien und deren Verbreitermaschinerie zu hören. Ich finde das Verhalten der Altparteien wegen dieser Änderung auch schlimm. Denn es bestätigt, dass wir uns konstant von "unserer" Demokratie weg bewegen...

Kommentar von "M", 12.06.2017, 19:02 Uhr:

Mit Verlaub, Marina, entspricht diese von Ihnen genannte Partei wirklich Ihrer Beschreibung? Wenn wir den vielen Beschimpfungen, die offene Hetze der gegnerischen Politiker Glauben schenken darf, ja. Doch genau hier werde ich vorsichtig. Ich gewinne mir gerne selbst einen Eindruck und lasse mir nicht gerne erzählen zu wem ich böse und zu wem ich gut zu sein habe. Und demagogische Hetzer anderer politischen Richtungen schenke ich mal grundsätzlich kein Vertrauen von mir. Wir leben doch hier nicht in den USA, in welcher zum Beispiel Politiker ihre Ämter verlieren wenn sie nur mit russischen Politikern sprechen. "Buntes Deutschland, buntes Europa? Um die Farbigkeit in Deutschland wie auch Europa zu erhalten sollte man - mal in der Sprechweise von Malern gesprochen - nicht zuviel Farben zusammen mischen. Zurück zu Menschen, wenn zuviel Menschen verschiedener Kulturen, verschiedener Hautfarben über Generationen politisch gesteuert "gemischt werden" wird es in einigen Generationen ...

Kommentar von "M", 11.06.2017, 18:09 Uhr:

Im Zuge einer Ablehnung geschlossen den Saal verlassen ist intolerant und soweit dieses Saal verlassen auf Anweisung der eigenen poitischen Führung geschieht einfach unsozial und undemokratisch. Woher wollen diejenigen, welche den Saal aus Protest verlassen wissen was der Redner der anderen politischen Richtung sagen will. Genau durch diese Empfehlung "den Saal zu verlassen", wenn jemand nicht der eigenen politischen Linie zugehörig seine Rede halten will, ist unsere Demokratie in Gefahr. Toleranz ist nicht nur gegenüber Personen der eigenen politischen Linie Tolerant zu sein, sondern eine gute menschliche Toleranz zeichnet aus wer zuhören kann und anderen Menschen deren Religion, deren persönliche Neigungen, Hautfarbe, deren politische Meinung und so weiter zu akzeptieren kann. Man muss sich ja nicht bekehren lassen aber anderen Menschen sollte man grundsätzlich tolerant gegenüber sein. Durch intolerantes Verhalten entstehen leichter Kriege als durch Toleranz. Wie in den ...

Kommentar von "Marina Heckmann", 10.06.2017, 05:23 Uhr:

Ich werde niemals einer Partei mein Kreuzchen auf einem Wahlzettel geben, die sich nicht im geringsten von Rassismus, braunem Netzwerk, Rechtsextremismus distanziert. Niemals AfD!!! Trotzdem..... die AfD ist gesetzlich nicht verboten. Ich bin in einem sozialen, demokratischen Deutschland geboren und aufgewachsen. Ich bin für ein buntes Deutschland/Europa. Das der Bundestag die Geschäftsordnung geändert hat, ist ein Schritt in die falsche Richtung. Die CDU/CSU Schäuble/Merkel etc. ( plädieren immer wieder für unsere "sog. Werte") tragen auch keinen Heiligenschein. Da kommt die Autobahnprivatisierung, evtl. eine Maut, Frau Nahles mit ihrem angeblichen neuen Rentengesetz, keine bezahlbaren Mietobjekte, marode Schulen mit Lehrpersonal in befristeten Verträgen, Leiharbeiter, Unterbesetzung der Polizei und Bundeswehr, Deutsche Bank und VW mit Betrug ..... Ist das im Sinne des Steuerzahlers? Nein! Ergo... wird uns die AfD weiterhin plagen. Leider!

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