Anna Ziegler

Rollenportrait Anna Ziegler 2013

Irene Fischer spielt

Anna Ziegler

In der "Lindenstraße" seit Folge 61

Anna Ziegler wird am 14. Juli 1959 als Anna Jenner im bayerischen Teisendorf geboren. Mit Mitte Zwanzig zieht sie mit ihrem ersten Ehemann Friedhelm Ziegler in die Münchener Kastanienstraße. Im gleichen Jahr kommt ihre gemeinsame Tochter Sarah zur Welt. Doch Friedhelm wird gegenüber Anna immer wieder gewalttätig. Anna verlässt ihn schließlich und zieht mit Sarah zu ihrer Cousine Gabi in die Lindenstraße. Wenig später verliebt sie sich in den Nachbarn und dreifachen Familienvater Hans Beimer. Hans trennt sich von seiner Familie und die beiden werden ein Paar…

Heute leben Anna und Hans noch immer gemeinsam in der Lindenstraße. Auch wenn Annas Ehe mit Hans mittlerweile so lange währt wie Hans’ erste Ehe mit Helga, kann Anna den Status der „Ehebrecherin“ nicht ganz abstreifen. Mit Helga verbindet sie eine Hassliebe und die wird nicht müde, in dieser Wunde herum zu bohren.

Anna und Hans haben vier gemeinsame Kinder: Bereits 1989 wird ihr erster Sohn Tom geboren. Zwei Jahre später folgt Tochter Sophie und 1999 kommt Sohn Martin mit Down-Syndrom zur Welt. Im Jahr 2013 wird das Ehepaar vor seine wohl größte Herausforderung gestellt: Mit 53 Jahren schenkt Anna unverhofft einem weiteren Kind das Leben. Den Belastungen rund um die späte Elternschaft hält die Ehe nicht stand: Anna ist sich sicher, dass es für alle das Beste ist, den kleinen Emil zur Adoption freizugeben. Doch Hans zieht diesen Schritt gegen Annas Willen wieder zurück. Anna ist so getroffen, dass sie sich von Hans trennt und aus München wegzieht. Ihre Liebe zu ihm bleibt trotz allem bestehen und auch Emil ist ihr natürlich nicht egal. So kommt Anna nach zwei Jahren zurück, als Hans an Parkinson erkrankt und ihre Hilfe braucht.

Anna ist keinesfalls ein stabiler Charakter. Das Leben hat es ihr aber auch nicht immer leicht gemacht: Vom ersten Ehemann geschlagen, startet die zweite Ehe als Affäre und mit einer ungeplanten Schwangerschaft. Hans’ berufliche Unsicherheit und daraus resultierende Geldprobleme belasten die Familie über viele Jahre. Hans’ Chef Dabelstein bedrängt Anna und wird von ihr in Notwehr die Treppe heruntergestürzt. Hinzu kommen nicht wenige Sorgen um die Kinder, insbesondere um Sarahs Erkrankung an Bulimie und die Probleme rund um Martins Down-Syndrom. Als Sarah von ihrem Freund Bruno geschlagen wird, stürzt Anna diesen zu Tode und wird wegen fahrlässiger Tötung zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt. Auch die ungeplante Schwangerschaft mit über 50 zieht Anna vorübergehend den Boden unter den Füßen weg. Dass sie und Hans finanziell nach wie vor auf keinen grünen Zweig kommen und Anna sich von einem Dienstleistungsjob zum nächsten hangelt, bedrückt sie sehr. Zumal sie ihren ursprünglich gelernten Beruf als Erzieherin gern und gut ausgeübt hat. Doch seit ihrer Zeit im Gefängnis und der entsprechenden Vorstrafe ist eine Rückkehr in dieses Arbeitsfeld ausgeschlossen.

Annas stiller Traum ist nach wie vor ein Leben auf dem Land, das Häuschen im Grünen, doch sie ist realistisch genug zu wissen, dass diese Sehnsucht sich wohl nie erfüllen wird. Zeit zum Träumen bleibt Anna ohnehin nicht: Das Leben mit Kleinkind, einem behinderten Teenager-Sohn und einem parkinsonkranken Mann, fordern sie Tag für Tag aufs Neue heraus…