Horst Teltschik

Horst Teltschik

früherer außenpolitischer Berater von Helmut Kohl; leitete von 1999 bis 2008 die Münchner Sicherheitskonferenz

Horst Teltschik

Horst Teltschik wurde 1940 in Klantendorf / Nordmähren geboren. Nach Abitur und Wehrdienst studierte er Politische Wissenschaft, Neuere Geschichte und Völkerrecht an der FU Berlin. Nach seinem Examen war er von 1968 bis 1970 Hochschulassistent von Richard Löwenthal am Otto-Suhr- Institut der FU Berlin.

Anschließend arbeitete er (bis 1972) als Leiter der Gruppe Außen- und Deutschlandpolitik in der CDU-Bundesgeschäftsstelle in Bonn, wo Helmut Kohl auf ihn aufmerksam wurde und ihn 1972 im Range eines Leitenden Ministerialrats als Referent in die Staatskanzlei von Rheinland-Pfalz holte. Von 1977 bis 1982 leitete er das Büro des Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag in Bonn.

Im Oktober 1982 übernahm Teltschik im Bundeskanzleramt als Ministerialdirektor die Leitung der Abteilung „Auswärtige und innerdeutsche Beziehungen, Entwicklungspolitik, Äußere Sicherheit" und rückte damit auch offiziell zum Berater des Kanzlers auf.

1991 stieg er aus der Politik aus und übernahm die Geschäftsführung der Bertelsmann-Stiftung, wechselte aber schon zwei Jahre später in den Vorstand der BMW AG und übernahm dort das Vorstandsressort "Wirtschaft und Politik". Ab 1999 leitete Teltschik (bis 2008) alljährlich die Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik.

Mit Erreichen der bei BMW gültigen Altersgrenze von 60 Jahren schied er im Juni 2000 aus dem Konzern aus.

Im März 2003 wurde Teltschik zum Präsidenten von Boeing Deutschland ernannt. Dies blieb er bis Juni 2006.

Außerdem wurde Teltschik, der bereits seit November 1996 als Lehrbeauftragter an der Technischen Universität München (TUM) wirkte und sich dabei dem Themenfeld Internationale Märkte/Globalisierung widmete, Anfang 2003 zum Honorarprofessor der neuen Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der TUM ernannt.

Seit August 2013 schreibt Horst Teltschik als Experte für FOCUS Online.

Stand: 23.06.2017, 11:56