Leverkusener fordert Stilllegung von CO-Pipeline

Eingang des Verwaltungsgerichts Köln

Klage gegen das Land NRW

Leverkusener fordert Stilllegung von CO-Pipeline

  • Bürgerinitiativen kämpfen seit Jahren gegen den Betrieb der Bayer-Kohlenmonoxidleitung
  • Ein Leverkusener klagt gegen das Land NRW aus Angst vor giftigem Gas
  • Das Verwaltungsgericht muss am Dienstag (19.01.2016) entscheiden

Das Verwaltungsgericht Köln muss am Dienstag (19.01.2016) über die Betriebsgenehmigung für eine Kohlenmonoxid-Leitung zwischen Dormagen und Leverkusen verhandeln. Ein Leverkusener hatte im April 2015 Klage gegen das Land NRW erhoben. Hintergrund: Die Bezirksregierung Köln hatte im Jahr 1966 eine Rohrleitung genehmigt. Laut Gericht argumentiert der Kläger, dass diese Rohrleitung veraltet und somit lebensgefährlich sei. Das über 50 Jahre alte Rohr, das in ständiger Uferlage des Rheins liege, roste, so der Kläger. Sein Wissen will er aus Genehmigungsunterlagen und TÜV-Berichten entnommen haben. Schon 2014 hatte der Leverkusener bei der Behörde selbst einen Widerruf beantragt. Den hatte das Land im März 2014 aber abgelehnt.

Bayer hatte die Pipeline in den 60er Jahren gebaut und jahrzehntelang für den Transport ungefährlicher Gase benutzt. Im Jahr 2001 wurde die Pipeline für Kohlenmonoxid umgewidmet. Durch die CO-Pipeline, die ein Tochterunterhmen des Chemie-Riesen Bayer betreibt, wird Kohlenmonoxid von Dormagen nach Leverkusen transportiert. Die Rohrleitung führt zum Teil auch durch den Kreis Mettmann an Langenfeld und an der Stadt Solingen vorbei. Kohlenmonoxid ist hoch giftig.

Stand: 19.01.2016, 06:00

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