Christine Lehnertz

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Redaktion

Christine Lehnertz

Dagmar Berghoff war’s. Sie hat mich zum Fernsehen gebracht, wenigstens ein ganz klein bisschen war sie es. Ich bin ihr vor ganz schön langer Zeit mal begegnet: sie war damals noch bei den Tagesthemen, und ich kleine Auszubildende in einem großen Hamburger Hotel.

Frau Berghoff sollte dort im Rahmen einer Benefizgala irgendeinen Spendenscheck überreicht bekommen. Und ich hatte gerade die für mich fast unlösbare Aufgabe gekriegt, in einem kleinen Kabuff eine Sektpyramide aufzubauen, als die Tür aufgeht: "Kann ich hier mal ’ne Zigarette rauchen?" "Ja, gerne", hab ich geantwortet, war verwirrt, ehrfürchtig und jetzt erst recht überfordert mit dieser unsäglichen Sektpyramide. Gesagt hat sie nichts, zumindest nichts, an das ich mich erinnern könnte, die große Dagmar Berghoff. Sie hat geraucht, mir zugesehen und geschmunzelt. Dann ist sie raus und hat den Scheck entgegen genommen.

Ich hab meine Ausbildung zu Ende gemacht und der Hotellerie den Rücken gekehrt, um Journalistin zu werden. Bin ich ja dann auch. Ein ganz klein bisschen wegen Dagmar Berghoff… Der Rest ist schnell erzählt: Studium, Volo beim WDR und jetzt schon seit ein paar Jahren mit Leidenschaft Bonnerin. Und das als norddeutsches Mädchen! Nur das mit dem Bönnsch, das klappt bis heute nicht. Nicht so schlimm, oder?

Stand: 23.08.2016, 10:25

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