Stichwahl zwischen Heilmann und Römer

Bürgermeisterwahl in Hemer

Noch kein neuer Bürgermeister in Hemer

Stichwahl zwischen Heilmann und Römer

Von Tina Trelle

In Hemer sollte am Sonntag (31.1.2016) ein neuer Bürgermeister gewählt werden. Doch keiner der vier Kandidaten schaffte es, mehr als 50 Prozent der Stimmen zu holen. Die Wahlbeteiligung war mit rund 37 Prozent gering.

Während der Stimmenauszählung war es fast still im rappelvollen Sitzungssaal des Hemeraner Rathauses. Keine Jubelschreie, kaum Glückwünsche. Vor allem bei der SPD war die Enttäuschung über die rund 21 Prozent der Stimmen spürbar. Aber auch Wolfgang Römer und seine Anhänger von der CDU – mit knapp 28 Prozent immerhin in der Stichwahl – wirkten überrascht. Michael Heilmann von der Unabhängigen Wählergemeinschaft, kurz UWG, kratzte nur knapp an der nötigen absoluten Mehrheit vorbei. Er holte mehr als 46 Prozent der Stimmen. Der parteilose Kandidat Friedhelm Hepping bekam nur rund 4 Prozent der Wählerstimmen.

Kein Wahlspruch führte zum Sieg

Bürgermeisterwahl in Hemer

Michael Heilmann von der UWG geht mit rund 46 Prozent im Rücken in die Stichwahl

Uwe Kutter (SPD) hatte sich im Wahlkampf vor allem den Haushalt der Stadt auf die Fahnen geschrieben. Wolfgang Römer (CDU, unterstützt von der FDP) wollte sich für die Sicherung der Stadt als familienfreundliche Kommune und als Wirtschaftsstandort einsetzen. UWG-Kandidat Friedhelm Heilmann legte den Schwerpunkt unter anderem auf das Ehrenamt  - und auf Institutionen wie die Musikschule und die Bücherei. Friedhelm Heppings Wahlspruch "Aus Hemer - Für Hemer" bezieht sich vor allem darauf, dass er als Bürgermeister auf konsequente Bürgerbeteiligung setzen wollte.

Esken spricht sich für Römer aus

Bürgermeisterwahl in Hemer

Wolfgang Römer (links) von der CDU muss in die Stichwahl. Für Uwe Kutter (rechts) von der SPD gab es nur 22 Prozent.

Die Wahl in Hemer war nötig geworden, weil sich der ehemalige Amtsinhaber Michael Esken (CDU) bei der letzten Bürgermeisterwahl im September 2015 im ostwestälischen Verl aufstellen ließ – und dort anschließend in einer Stichwahl gewählt wurde. Michael Esken war mehr als zehn Jahre Bürgermeister von Hemer. Mit ihm werden Projekte wie die Landesgartenschau und die Aufwertung der Innenstadt verbunden. Vor allem in den sozialen Netzwerken war er bei den Hemeranern sehr beliebt. Genau über diesen Kanal – über Facebook – gab Michael Esken seine Empfehlung für den potentiellen neuen Bürgermeister in Hember ab: Er unterstütze seinen Parteikollegen Wolfgang Römer.

Der muss jetzt zusammen mit Michael Heilmann von der UWG in die Stichwahl. Am übernächsten Sonntag (14.2.) werden die Hemeraner wieder zur Urne gebeten.

Stand: 31.01.2016, 19:00

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