Mehr Einsätze im Kölner Karneval

Polizei im Karnevalszug

Polizei zieht Bilanz

Mehr Einsätze im Kölner Karneval

Die Kölner Polizei hat an Karneval wieder reichlich zu tun. Die Zahl der Einsätze, Platzverweise und Festnahmen ist zum Teil stark gestiegen. Der Polizeipräsident und die Oberbürgermeisterin werten aber gerade das als Erfolg.

Die Zahl der Polizei-Einsätze ist in Köln an den Karnevalstagen stark gestiegen. So habe es von Weiberfastnacht bis einschließlich Rosenmontag über 800 Platzverweise mehr gegeben als 2015, sagte Polizeidirektor Michael Temme am Dienstag (09.02.2016). Die Ingewahrsamnahmen verdoppelten sich, bei den Festnahmen gab es sogar eine Verdreifachung. Insgesamt fuhr die Polizei 1.100 Einsätze, 200 mehr als letztes Jahr.

Polizeipräsident zufrieden

Dennoch ist der neue Polizeipräsident Jürgen Mathies vollauf zufrieden. "Die Polizei hat schon ganz toll gearbeitet", sagte er am Dienstag im WDR. Die vielen Einsätze hätten eben auch damit zu tun, dass die Polizei diesmal sehr konsequent eingeschritten sei. "Dieses Konzept, das hat eindeutig gegriffen."

Unter dem Eindruck der sexuellen Übergriffe der Silvesternacht hatte die Kölner Polizei ihre Präsenz an Karneval massiv verstärkt. So waren zeitweise doppelt so viele Beamte wie im letzten Jahr im Einsatz. Insgesamt wurden an den Karnevalstagen 45 Sexualdelikte angezeigt, von Beleidigung bis hin zur Vergewaltigung.

Reker: "Das Sicherheitskonzept ist aufgegangen"

Die Beraterinnen am "Security Point für Frauen" wurden nicht in Anspruch genommen. Viele Frauen hätten aber deutlich gemacht, dass sie dieses Angebot sehr gut fänden, sagte eine Sprecherin der Stadt. Oberbürgermeisterin Henriette Reker zeigte sich ebenso wie Mathies zufrieden. "Das Sicherheitskonzept ist aufgegangen", sagte die parteilose Politikerin im ARD-Morgenmagazin. Die Polizei sei früher eingeschritten und habe daher schneller Straftaten bemerkt und Menschen festgenommen.

Stand: 09.02.2016, 13:26

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