Ferienparks: Bettwäsche oft überteuert

Häuser in einem Park

Ferienparks: Bettwäsche oft überteuert

  • Ferienparks verlangen hohe Preise für Zusatzpakete
  • Vor allem Bettwäsche, Kindergitter und Hunde sind teuer
  • Verbraucherschützen raten zur genauen Prüfung

Die Verbraucherzentrale NRW hat in einer Stichprobe die Angebote von 50 Ferienparks in Deutschland unter die Lupe genommen. Verglichen wurden die Preise der Zusatzangebote: von Handtuchsets bis hin zu Kinderbett und Kinderstuhl sowie die Kosten für mitgebrachte Haustiere.

Teure Familien-Bettwäsche für 84 Euro

Das Ergebnis: Für Wäsche & Co verlangen die Anbieter zum Teil satte Preise. Nur in acht Camps gab es Bettbezüge und Laken ohne Aufpreis. Die meisten Parks langten für die Mietwäsche kräftig zu. So kosteten die Garnituren für sechs Personen zwischen 26,40 und 84 Euro für eine Woche.

Eigene Bettwäsche verboten

Besonders ärgerlich für Familien mit kleinem Budget: Bei einigen Ferienparks muss die Bettwäsche mitgebucht werden. Dabei könnten vor allem kinderreiche Familien viel Geld sparen, wenn sie Bezüge und Laken selbst mitbringen.

Hohe Kosten auch für Hunde und Kinderstühle

Auch bei Kinderstühlen, Babygitter und Haustieren schlagen die Ferienparks zum Teil kräftig zu. Im teuersten Fall mussten Hundebesitzer stolze 94 Euro zusätzlich dafür bezahlen, dass der Vierbeiner im Feriendomizil verbleiben durfte. Die teuerste Kleinkindausstattung lag bei 30 Euro.

Verbraucherschützer raten zur genauen Prüfung

"Als Verbraucher muss ich mir bewusst machen, dass die Kosten für Extras sehr hoch sein können", erklärt Georg Tryba von der Verbraucherzentrale NRW. Ein Problem sei, dass der Markt sehr bunt sei. Was beim einen Anbieter im Grundpreis enthalten ist, muss beim nächsten teuer bezahlt werden. "Es bleibt nichts anderes übrig, als jedes Angebot genau zu prüfen", rät Tryba.

Stand: 11.10.2017, 15:30

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