NRW-Bahnhöfe: Sanierung kann beginnen

S-Bahnstation Bochum-Langendreer West

NRW-Bahnhöfe: Sanierung kann beginnen

  • 100 Bahnhöfe sollen modernisiert werden
  • Schwerpunkt liegt entlang des Rhein-Ruhr-Expresses
  • Lob vom Fahrgastverband Pro Bahn

Es ist die dritte sogenannte Modernisierungsoffensive (MOF 3) für die Bahnhöfe in NRW. Sie besteht aus zwei Schwerpunkten für insgesamt 106 Bahnhöfe: Im ersten Teil stehen Modernisierungsmaßnahmen an 35 NRW-Bahnhöfen im Mittelpunkt, darunter Münster, Oberhausen, Wanne-Eickel und Mönchengladbach.. Dort geht es vor allem um bequemere Wartebereiche, zuverlässigere Anzeigetafeln und die Barrierefreiheit an den Bahnsteigen und Zugängen geht. Denn für viele Rollstuhlfahrer, aber auch für Eltern mit Kinderwagen oder ältere Menschen ist eine Bahnfahrt in NRW ohne Hilfe an vielen Stellen immer noch sehr schwierig. Für diese Maßnahmen werden insgesamt 162 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. 86,6 Millionen Euro kommen von den Nahverkehrsverbünden VRR und NWL, weitere 75,2 Millionen Euro von der Deutschen Bahn. Umgesetzt werden sollen die Umbauten und Sanierungen bis zum Jahr 2023.

Zweiter Schwerpunkt Rhein-Ruhr-Express

Der zweite Schwerpunkt ist die Sanierung von 71 Haltestellen entlang des neuen Rhein-Ruhr-Expresses (RRX). Auf der Strecke zwischen Aachen und Dortmund sollen ab 2018 neue Züge fahren, für die die alten Bahnhöfe zum Teil zu kurz oder zu niedrig sind, so die Info von Pro-Bahn-Sprecher Lothar Emmers. Für die Modernisierung dieser Bahnhöfe sollen insgesamt 155 Millionen Euro bereitgestellt werden. Lothar Emmers vom Fahrgastverband Pro Bahn begrüßt die Investitionen und hofft, dass sie auch tatsächlich bis 2018 umgesetzt werden. Außerdem sei mit der "MOF 3" noch längst nicht alles getan, so Ebbers. "Es gibt immer noch sehr viele Bahnhöfe, die von den Verkehrsverbünden als 'modernisierungsbedürftig' eingestuft wurden, die aber nicht in der Liste auftauchen", sagt der Pro-Bahn-Sprecher.

Stand: 17.02.2016, 11:29