19 Tage altes Baby stirbt nach Misshandlungen

Polizeiblaulicht

Toter Säugling in Mönchengladbach

19 Tage altes Baby stirbt nach Misshandlungen

Ein Vater soll seinen erst wenige Tage alten Säugling in Mönchengladbach tagelang misshandelt und dann getötet haben. Das Kind wurde nur 19 Tage alt. Die Polizei ermittelt wegen Mord und sexuellem Missbrauch.

Die dringend tatverdächtigen Eltern wurden am Freitagmittag (23.10.2015) dem Haftrichter vorgeführt und legten dort ein volles Geständnis ab, berichtete die Polizei Mönchengladbach. Das am 2. Oktober 2015 geborene Baby soll wiederholt durch den Vater geschlagen worden sein, ließ sich demzufolge immer weniger durch die Eltern füttern. Den Ermittlern zufolge wurden dem Säugling unfassbare Qualen zugefügt: zum Beispiel soll der 26-jährige Vater ihm den Mund mit heißer Milch verbrannt haben. Die 25 Jahre alte Mutter unternahm offenbar nichts dagegen. In der Nacht zu Donnerstag soll die Situation laut Polizei dann eskaliert sein. Weil sich das Kind erneut nicht füttern ließ, schüttelte der Vater den Säugling, soll ihn auch sexuell missbraucht haben und erschlug ihn anschließend.

Anklage wegen Mord und sexuellem Missbrauch

Zunächst legte sich der 26-Jährige sogar schlafen, rief erst am Morgen den Notarzt. Die Obduktion ergab Verbrennungen und schwere Verletzungen, vor allem am Schädel das 19 Tage alten Babys. Bei der Vernehmung durch die Polizei Mönchengladbach gestanden die Eltern gemeinschaftlich die Tat. Dem Vater steht jetzt eine Anklage wegen Mord und sexuellen Missbrauchs bevor, der Mutter wegen Totschlag durch Unterlassen, so die Polizei. Der Mann hatte laut Polizei kurz nach der Geburt des Kindes seine Stelle als Lagerist verloren. Ob die Tat durch diesen Umstand beeinflusst wurde, ist nicht geklärt.

Stand: 23.10.2015, 16:00