"Feiern ist toll, Randale ist Mist"

Mehr Sicherheit an Karneval

Sicherheit im Düsseldorfer Karneval

"Feiern ist toll, Randale ist Mist"

Von Peter Hild

Mit einem Großaufgebot will die Düsseldorfer Polizei gemeinsam mit der Stadt an den Karnevalstagen für Sicherheit sorgen. Fast doppelt so viele Beamte wie im Vorjahr werden eingesetzt, die Videoüberwachung in der Altstadt ausgebaut.

"Wir wollen besser ansprechbar sein und schneller, das heißt frühzeitig eingreifen", erklärt der Leitende Polizeidirektor Georg Schulz, der die Polizeieinsätze an den Karnevalstagen leiten wird. Man habe aus den Versäumnissen der Silvesternacht gelernt, betonen die Polizeivertreter. Mehr als 2.500 Beamte werden insgesamt an den tollen Tagen unterwegs sein, vor allem in der Altstadt. Allein am Rosenmontag werden knapp 1.500 Polizisten im Einsatz sein, um für Sicherheit zu sorgen, so Schulz.

Sicherheitsgefühl der Jecken erhöhen

Kurze Ansprechwege für die Jecken und die Möglichkeit, schnell einzugreifen – das wollen die Beamten mit ihrer verstärkten Präsenz erreichen. Darüber hinaus sollen drei zusätzliche stationäre Kameras und mobile Videoteams "potentielle Straftäter abschrecken und das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen erhöhen", sagte Polizeipräsident Norbert Wesseler. Für eine bessere Erreichbarkeit hat die Polizei eine zusätzliche Wache in der Altstadt eingerichtet, an die sich Betroffene wenden und zeitnah Anzeige bei Vorfällen erstatten können. Rund 40 polizeibekannten Kriminellen und Randalierern haben die Beamten bereits verboten, die Altstadt zu betreten. "Feiern ist toll, Randale ist Mist", fasste der Leitende Polizeidirektor Georg Schulz die Haltung der Polizei zusammen.

Grenzen der Kostüme und des "Kleinen Waffenscheins"

Gleichzeitig betonten Stadt und Polizei, den Menschen das Feiern so unbeschwert und heiter wie möglich machen zu wollen. Es gebe keine Vorgaben für Kostüme. "Wenn jemand allerdings Sturmgewehr-Attrappen oder ähnliches bei sich trägt und damit andere verunsichert, dann muss er mit Kontrollen und anderen Maßnahmen rechnen", erläutert Einsatzleiter Schulz. Er setze auf die Vernunft und die nötige Sensibilität der Narren, nicht durch missverständliche Kostüme für zusätzliche Unruhe zu sorgen. Inhaber des "Kleinen Waffenscheins", der seit einigen Wochen in vielen Städten stark nachgefragt ist, seien nicht berechtigt, Waffen wie Pfefferspray bei öffentlichen Veranstaltungen wie Karneval bei sich zu tragen, betonte Polizeidirektor Jürgen Bielor. Verstöße würden von der Polizei entsprechend geahndet.

Keine konkrete Terrorwarnung

Stadt und Polizei liegen derzeit keine konkreten Hinweise auf einen terroristischen Angriff vor. Trotzdem gebe es, wie schon seit Wochen, eine "abstrakt hohe Gefahrenlage", so Polizeipräsident Wesseler. Alle Behörden und Veranstalter seien gut miteinander vernetzt, um bei Vorfällen schnell reagieren zu können. Man habe alles Mögliche getan, damit die Menschen unbeschwert und heiter Karneval feiern könnten, bilanzierte Oberbürgermeister Thomas Geisel.

Stand: 02.02.2016, 15:06

Weitere Themen