Tödlicher Unfall auf der A 45

Meterlange Leitplanke schoss bei Unfall auf A45 durch das Auto

Auto rast in geöffnete Leitplanke

Tödlicher Unfall auf der A 45

Der tödliche Unfall auf der Autobahn A 45, bei dem am Wochenende eine Frau ums Leben gekommen ist, ist offenbar durch das Zusammenwirken von schlechtem Wetter und zu schnellem Fahren entstanden. Das belegten erste Ermittlungen.

Auf nasser Straße war der Wagen, in dem die 39-jährige Frau als Beifahrerin saß, ins Schleudern geraten. Besonders tragisch: Möglicherweise ist der Unfall auf der A 45 kurz vor dem Kreuz Dortmund-Süd in Richtung Frankfurt deshalb so schlimm ausgegangen, weil es an der gleichen Stelle wenige Stunden vorher schon einen Crash gegeben hatte.

Zu schnell bei Regen

Die Ursache für den Unfall selbst jedoch scheint eindeutig. Laut Polizei-Sprecher Gunnar Wortmann hatte der Fahrer, kurz bevor er in die abgetrennte Leitplanke geschleudert war, noch ein anderes Auto überholt und war bei Regen auf der nassen Fahrbahn viel zu schnell unterwegs. "Die Geschwindigkeit war deutlich nicht angepasst", sagte er heute (01.02.2016) nach den ersten Ermittlungen.

Kinder bleiben unverletzt

Rückblick: Samstagabend gegen 20 Uhr: Auf der regennassen Autobahn kommt ein Wagen ins Schlingern und rutscht quer über drei Fahrspuren gegen die rechte Leitplanke. Der Aufprall ist so heftig, dass das Auto die Leitplanke aus der Verankerung reißt. Dabei bohrt sie sich in den Wagen, bevor er im Böschungsbereich liegen bleibt. Fahrer und Beifahrerin, beide aus Moers, kommen mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus. Die Frau stirbt kurze Zeit später an ihren schweren Verletzungen. Zwei Kinder, die auf der Rückbank sitzen, werden nur leicht verletzt.

Unfall hat Vorgeschichte

Der tragische Unfall hat eine Vorgeschichte: An der gleichen Stelle hatte es wenige Stunden zuvor schon gekracht. Dabei war ein Auto in der Leitplanke eingeklemmt worden. Verletzte gab es bei diesem Unfall nicht. Um das Auto zu bergen, musste das Abschleppunternehmen an einer Stelle der Leitplanke die Verschraubung lösen. Offenbar ist bei dem späteren Unfall der Wagen in die offene Leitplanke gerast. "Eine absolute Verkettung unglücklicher Umstände", sagte Polizeisprecher Gunnar Wortmann. Und Helmut Poth vom Landesbetrieb Straßen.NRW bestätigte: "Es ist absolut selten, dass eine Stelle innerhalb so kurzer Zeit zweimal getroffen wird."

Stand: 01.02.2016, 15:54

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